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Utting

16.02.2018

Das Beste aus der Uttinger Flur machen

Für die Pflege der Biotope und Blühstreifen rund um Utting ist die Teilnehmergemeinschaft zuständig. In der jüngsten Versammlung ging es um die Pläne für 2018, unter anderem müssen Wege saniert werden.
Bild: Heike Grosser (Archiv)

Grundbesitzer von Flächen in Utting pflegen Biotope und Wege. Ein Teil des Ammersee Höhenweges muss heuer saniert werden.

Zahlreiche Sanierungen der Wege rund um Utting stehen heuer an. Bei der Jahresversammlung der Teilnehmergemeinschaft (TG) warfen Vorstand Johann Reinhart und Wegebaumeister Michael Schneller einen Blick darauf. Der TG gehören die Grundstückeigentümer aus dem Flurbereinigungsverfahren an. Sie pflegen die zahlreichen Uttinger Biotope, halten die Wege instand und frei von Gehölzeinwüchsen, pflegen Wegränder und legen Blühflächen an. Saniert werden müssen Teile des Ammerseer Höhenweges sowie Wegeabschnitte beim Reichhof und bei Achselschwang.

Auf asphaltierten Wegen fahren mehr Autos

Dort bilden sich vor allem durch Autos immer wieder große Schlaglöcher, berichtete Reinhart. Deshalb muss der Unterbau geändert und eine Asphaltdecke aufgebracht werden. Bürgermeister Josef Lutzenberger und Gerhard Däubler, am Landratsamt für Naturschutz zuständig, zeigten sich skeptisch. „Das Befahren durch Autos wird dadurch eher zunehmen“, so Lutzenberger.

Die Gemeinde Utting hat die Maßnahmen im Haushalt berücksichtigt. Statt der alljährlich eingestellten Summe von 10000 Euro für den Erhalt des vier Kilometer langen Wegenetzes sind heuer 20000 Euro eingestellt. 20000 bis 30000 Euro wird die TG dazu geben und auch die Jagdgenossenschaft beteiligt sich an den Kosten, die sich auf 60000 Euro belaufen dürften. Zunehmend bereiten auch Reiter Probleme. „Sie zahlen nicht für die Wege, ihre Ansprüche sind aber sehr hoch“, so Reinhart. Geritten werde zudem auf Wegen, die dafür gesperrt seien. „Wir schauen, dass wir das Beste aus der Uttinger Flur machen,“ sagte Reinhart mit Blick auf die Blühflächen, die die TG anlegt und pflegt. Er rief die Landwirte auf, Flächen zur Verfügung zu stellen. „Das Saatgut bezahlt die Gemeinde beziehungsweise die TG.“

Die Gemeinde verkauft Wald 

Lutzenberger informierte über die bevorstehende Verpachtung der in den Besitz der Gemeinde übergegangenen ehemaligen Schmucker-Flächen. Verkauft werden nur vier schmale Waldstücke. Die Mindestpreise dafür liegen bei 4,17 beziehungsweise 4,78 Euro pro Quadratmeter. Noch bis zum 23. Februar können sich Interessenten melden. Däubler berichtete über eine ab 2020 gültige Vorgabe: Für Blühstreifen auf nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen soll künftig nur noch regional erzeugtes Saatgut verwendet werden. Saatgut stammt momentan häufig aus Rumänien oder Holland. Däubler sprach auch Probleme bei der Verlegung der Glasfaserkabel an. Die Gräben dafür mit einer Tiefe von 60 bis 100 Zentimetern werden normalerweise neben den Straßen gezogen. Dort stehen häufig Bäume, deren Wurzelwerk dadurch geschädigt würde. Dann sei die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet. Der hinter den Bäumen liegende Grund sei oft keine öffentliche Fläche. Er bat die Landwirte um Vorschläge für eine Lösung.

Mähen statt Mulchen

Diskutiert wurden auch Einnahmemöglichkeiten für Landwirte aus dem Kulturlandschafts-Programm, das mehrjährige Blühflächen fördert, sowie Vertragsnaturschutzprogramme. Auch für die extensive Bewirtschaftung der Schmucker-Flächen könnten Gelder beantragt werden, jedoch nicht für Ausgleichsflächen. Däubler riet dazu, das Mulchen zu reduzieren. „Dadurch bildet sich mehr Humus, die Pflanzen wachsen schneller, der Aufwand ist größer als beim Mähen.“

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