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Waldweihnacht

27.12.2014

Das Christkind kam mit der Kutsche

Das Christkind verteilte unterstützt vom Nikolaus die Päckchen an die Kinder – da gab es bei den Kleinen große Augen.
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Das Christkind verteilte unterstützt vom Nikolaus die Päckchen an die Kinder – da gab es bei den Kleinen große Augen.

Heimat- und Trachtenverein sorgte für Kurzweil vor der Bescherung zu Hause

„Als ich noch klein war, lag hier weihnachtlich glitzernder Schnee“, erinnerten sich wehmütig etliche Eltern, die mit ihren Kindern bei eher spätherbstlichen Temperaturen und Sonnenschein am Nachmittag des 24. Dezember auf das Christkind warteten. Ins Leben gerufen hat die Waldweihnacht Wilfried Gebauer. Nachdem er 1979 zum Vorsitzenden des Heimat- und Volkstrachtenvereins gewählt wurde, konnte er seine Ideen realisieren, die seit eigenen Kindertagen in seinem Kopf umgingen: „Was tun, um Heiligabend nachmittags die aufgeregten Kinder abzulenken und die mit Vorbereitungen beschäftigten Eltern zu entlasten?“ Obwohl heutzutage in vielen Familien der Weihnachtsbaum, den früher das Christkind brachte, zusammen mit den Kindern geschmückt wird, wollen die Scheuringer auf ihre Waldweihnacht nicht verzichten. „Das mit dem Schnee stimmt“, sagte Gebauer, „an die Pferdekutsche, die Christkind und Nikolaus in den Wald brachte, mussten oft Kufen angeschweißt werden.“

Er selbst habe stundenlang einen kleinen Pfad freigeschaufelt, damit es die Kinder im Tiefschnee leichter hatten. Trotzdem war es auch heuer wieder sehr stimmungsvoll. Bei Bratwurst, Kinderpunsch und Plätzchen sorgten die Jungmusiker und die Trachtenkinder für wohlige Weihnachtsatmosphäre. Gemeinsam wurden bekannte Weihnachtslieder gesungen und bei der herrlichen Aufführung „Irren ist himmlisch“ zeigten die fleißigen Engel zusammen mit einem ungeduldigen Petrus die arbeitsintensiven, himmlischen Weihnachtsvorbereitungen für das seltsame Menschenvolk.

Da kann schon einiges durcheinanderkommen mit dem Nähen und Kleben: „Donner, Blitz und Kometenschweif“, herrschte Petrus seine Engel an. „Macht schnell, zweihunderttausend Dinosaurier werden noch gebraucht.“ Oh Schreck, da tauchte auch noch der Osterhase mit Lametta an den Löffeln auf – er durfte sich dann mit an die Krippe setzen, obwohl die Kinder der Meinung waren, dass dort nur Ochs und Esel, aber keine Hasen vorkommen. „Ist egal, die Menschen wissen nicht mehr, wann sie was feiern sollen und schlauer werden sie auch nicht“, stellte der Osterhase fest.

Die engagierten Jugendleiterinnen Daniela Grabmaier und Katharina Giesel unterstützten die jungen Trachtler und das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen, so auch die gesungene Geschichte, welche sich die Tiere zur Stillen Nacht erzählen. Tatkräftige Hilfe kam auch von Stefanie Lacher und Stefan Maisterl, beide haben kürzlich den Jugendleiterschein erworben. Nach viel Musik gab es noch einen lustigen Sketch vom „nadelnden Baum“ Schon war es Zeit für den Höhepunkt des unterhaltsamen Nachmittags, die prächtig geschmückte Kutsche, gelenkt vom Nikolaus, brachte das lieblich anzusehende Christkind und etwa hundert liebevoll verpackte Geschenke.

Die Kinder wurden namentlich aufgerufen, einige der ganz Kleinen waren etwas schüchtern, da musste Mama oder Papa mit. „Ich habe das Christkind gesehen“, freute sich ein rotwangiger Dreikäsehoch. Alle haben es erblickt und es strahlte so hell wie aus dem Weihnachtsmärchen-Bilderbuch.

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