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Landsberg

13.03.2019

Das Fachmarktzentrum polarisiert auch heute noch

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Das Landsberger Fachmarktzentrum im Landsberger Osten gibt es mittlerweile seit zehn Jahren.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Zehn Jahre Fachmarktzentrum im Landsberger Osten: Die Ansiedlung war lange Zeit umstritten, und es gab sogar einen Bürgerentscheid. Was damalige Gegner heute sagen.

Heinrich Pflanz führt ein Schuhgeschäft mit 400-jähriger Tradition im Vorderen Anger. „Wir kämpfen ums Überleben“, sagt er. Die Umsätze seien eindeutig zurückgegangen. „Es war die Kombination Fachmarktzentrum und Erhöhung der Parkgebühren.“ Erschwerend für die Einzelhändler komme der sich ausweitende Onlinehandel hinzu. Den Slogan der Politik, „Innenstädte stärken“, hält er für Heuchelei. Den Leuten werde es erschwert, in die Innenstadt zu gelangen, verweist er auf die viel diskutierte Parktplatz-Thematik. Die Innenstadt werde immer weniger frequentiert, so seine Einschätzung, auf die das Schuhhaus Pflanz reagiert hat: „Früher waren die Schaufenster bis 22 Uhr beleuchtet, heute wird das Licht schon um 21 Uhr oder früher ausgeschaltet.“

Es gibt 1200 (kostenlose) Parkplätze

Nach Ansicht des Apothekers Konrad Schmid, der damals Gegner des Projekts war, haben sich keine schwerwiegenden Folgen eingestellt. Seines Wissens hat keine Apotheke in der Innenstadt wegen der FMZ-Konkurrenz geschlossen. Einem Wandel unterliegt aber auch seine Branche, beispielsweise durch den Onlinehandel. „Wir waren nicht grundsätzlich gegen das Fachmarktzentrum, wir wollten es nur etwas kleiner haben.“ Landsberg habe das Glück, im Speckgürtel von München zu liegen und damit schnell zu wachsen. Dieser Zuzug hat nach Schmids Meinung negative Auswirkungen abgemildert. Aber auch er spricht die Parkplatz-Thematik an: dort im Osten 1200 Plätze und Gebühren in der Innenstadt.

Michael Vivell vom Reisebüro Vivell von der Landsberger Organisation „die Aufmacher“ sagt, er sei weder pro noch kontra FMZ. „Masse am Stadtrand und Klasse im Ortszentrum“ sei für ihn ein Trend. Die Einzelhandelslandschaft verändere sich. Wichtig sei ein Branchenmix und auch er ist der Ansicht, dass man sich die Liste des innenstadtrelevanten Sortiments anschauen solle. Für Vivell punkten die Geschäfte in der Innenstadt mit Qualität und Service: „Wir haben hier Topp-Geschäfte.“ Er höre immer wieder von Kunden, die aus anderen Städten nach Landsberg kämen. „Sie fahren gerne hierher.“

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