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Landsberg

16.09.2015

Das Festspiel steht zur Diskussion

Das RuethenFestSpiel der Stelzer steht zur Diskussion.
Foto: Julian Leitenstorfer

Unter Mitgliedern und im Vorstand des Ruethenfestvereins mehren sich die Stimmen, eine Alternative zur „Licca Line“ zu suchen. Eine offizielle Entscheidung ist aber noch nicht gefällt worden.

Vor zwei Monaten wurde das Ruethenfest feierlich eröffnet. Momentan sind Vorsitzender Tobias Wohlfahrt und seine Vorstandskollegen vom Ruethenfestverein damit beschäftigt, ein Fest für die Helfer zu organisieren. Eine wichtige Entscheidung steht aber noch aus: die über die Zukunft des Ruethenfestspiels. Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen innerhalb der zwölfköpfigen Vorstandschaft. Einige seien hin und hergerissen, sagt Tobias Wohlfahrt, ob es auch im Jahr 2019 die „Reise ins sagenhafte Damasia“ geben soll.

Im Oktober will sich die Vorstandschaft wieder zusammensetzen. Ob da schon eine Entscheidung über das Stelzentheater getroffen wird, sei offen. Innerhalb des Vereins gibt es offenbar einige Mitglieder, die sich ein Ruethenfest ohne Licca Line vorstellen können. Erstmals war das Ruethenfestspiel vor vier Jahren aufgeführt worden. Die Wiederaufnahme des Stücks in diesem Jahr war gut besucht, auch die zweite Aufführung, die wegen eines Gewitters abgebrochen werden musste. Die Kosten für das Stück lagen laut Tobias Wohlfahrt heuer bei rund 15000 Euro, abzüglich 1900 Förderung durch den Bezirk Oberbayern. Die Gesamtausgaben für das diesjährige Ruethenfest hätten rund 250000 Euro betragen.

„Licca Line schreibt auf alle Fälle eine schwarze Null“, sagt der Vorsitzende des Ruethenfestvereins. Für die gesamte Veranstaltung hat er auch das Gefühl, dass dies erreicht wird, auch wenn der Verkauf der Festzeichen hinter den Erwartungen geblieben sei. Gerechnet habe man mit 23000, tatsächlich verkauft worden seien gut 20000 Festzeichen, inklusive Carmina Burana. „Bei den Einnahmen haben wir unser Ziel nicht ganz erreicht“, sagt Tobias Wohlfahrt. Allerdings sei an anderer Stelle auf weniger ausgegeben worden, als geplant. Zum Beispiel beim Ruethenfestspiel oder der Werbung.

Tobias Wohlfahrt kennt die Kritik vieler ehrenamtlicher Helfer, dass beim RuethenFestSpiel zwei professionelle Schauspieler daran mitwirkten. Die Kosten hierfür seien aber gering. Vielmehr müsse gesehen werden, was die Kinder und Jugendlichen bei den Stelzern lernen und mit welcher Professionalität sie selbst zu Werke gehen.

Wolfgang Hauck, der Produktionsleiter der Stelzer, hat sich bereits Ende Juli gegenüber unserer Zeitung zum Thema geäußert. „Von uns aus kann der vierjährige Rhythmus so weiterlaufen“, sagte er damals. Schon heuer hätten Jugendliche, die vor vier Jahren dabei waren, die neuen Darsteller angelernt. Dies könne in vier Jahren noch vertieft werden. 2019 seien die Nachwuchsschauspieler vielleicht schon in der Lage, die Rollen des Allwei und der Obertrude zu übernehmen, die bisher von Profis gespielt wurden.

Beim Stück selbst sieht Wolfgang Hauck keinen Bedarf groß etwas zu ändern. Es habe Festspielcharakter, sprich der Inhalt bleibe gleich. „Die Tänze beim Ruethenfest ändern sich ja auch nicht“, sagte er. Natürlich gebe es Dinge zu optimieren. Manche Wege seien noch zu lang und Sichtachsen könnten verbessert werden. Möglich wäre es auch, wie bei den Carmina Burana Stühle auf dem Hauptplatz aufzustellen.

Wiederaufnahme des historischen Festabends?

Ein Ruethenfest ohne Ruethenfestspiel? Wie Tobias Wohlfahrt sagt gibt es innerhalb des Vereins und der Vorstandschaft bereits Überlegungen, Wünsche und Ideen für alternative Veranstaltungen. Ganz oben auf der Liste stehe eine Wiederauflage des historischen Ruethenfestabends, der zuletzt 2007 stattfand. Dort könnte jene Kinder auftreten, die Figuren darstellen, die bei den Umzügen lediglich auf den Wagen oder einem Pferd sitzen, ansonsten aber kaum in Erscheinung treten. Tobias Wohlfahrt kann sich vorstellen, die weiterführenden Schulen und deren Theatergruppen dabei miteinzubinden. Aber noch, sagt er, seien dies keine konkreten Gedanken. Vieles müsse erst diskutiert und entwickelt werden, wenn Klarheit über die Zukunft des Ruethenfestspiels herrscht.

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