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Landkreis Landsberg

17.11.2018

Das Fuchstal im Fernsehen

Auch er kommt in Matti Bauers Filmporträt zu Wort: Franz Haibl, war 30 Jahre Bürgermeister in Fuchstal.
Bild: Matti Bauer

Der Filmemacher Matti Bauer mischt sich unters Volk. Er zeigt die große Welt im Kleinen. Auch zwischen Denklingen und Unterdießen.

Der Sachsenrieder Forst, einer der größten Wälder Bayerns, erstreckt sich gleich hinter Denklingen. Über seinen Wipfeln sieht man bei Föhn bis zum Peißenberg. Zwei Monate, im Oktober und November vergangenen Jahres, streifte der Münchener Dokumentarfilmer Matti Bauer mit seinem Kameramann Martin Rösner durch diesen wald- und wiesenreichen, äußersten „schwäbischen“ Zipfel Oberbayerns, zu dem das Fuchstal mit der Gebietsreform 1972 wurde.

In der Sendereihe unter unserem Himmel zeigt das Bayerische Fernsehen am Sonntag, 18. November, um 19.15 Uhr Bauers jüngsten Film „Im Fuchstal“. Für seine liebevoll gezeichneten Porträts mischte sich der Filmemacher und Drehbuchautor unters Volk, „red’ mit di Leit“ da, vor er ihnen begegnet, anstatt sie in Interviews zu befragen – und erfährt auf diese Art umso mehr.

Klimawandel in den Wäldern

Ohne Heimattümelei zeigt der 2009 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnete Filmemacher die große Welt in der kleinen: etwa wie sich die Dörfer an den Ortsrändern verändern und was das mit der Wohnraumnot in den Großstädten zu tun hat oder wie der Klimawandel die Wälder verändern wird und weshalb bei einer Neuanpflanzung nur noch jeder zehnte Baum eine Fichte ist. Matti Bauer hat dabei unter anderem mit Altbürgermeister Franz Xaver Haibl und Margit Gilg gesprochen. Die Mesnerin aus Denklingen traf er beim Pflanzen eines neuen Waldes. Sie kürzte die Wurzeln der Stecklinge, um den Pflanzen einen Wachstumsanreiz zu geben. Franz Haibl, der 30 Jahre Bürgermeister war, ist gelernter Goldschmied und ein akribischer Heimatforscher und Archivar.

Das Fuchstal im Fernsehen

Seit 1993 hat Matti Bauer zahlreiche Dokumentarfilme fürs Fernsehen realisiert. Für seinen Film Domspatzen erhielt er im Jahr 2009 den Bayerischen Fernsehpreis. Sein Film Still, die Langzeitstudie über eine junge Bäuerin, gewann 2013 den Preis des Fünf-Seen-Filmfestivals, kam im Jahr 2014 in die Kinos und war im selben Jahr einer der erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilme. Er wurde in Dießen geboren und lebt in München.

Gern in der alten Heimat unterwegs

Zuletzt war Matti Bauers Filmprojekt „An der Romantischen Straße“ im Mai in der Reihe „Unter unserem Himmel“ zu sehen. Neben der Anfahrt von der Neuen Bergstraße mit Blick auf die Dächerlandschaft der Landsberger Altstadt, einem Kameraschwenk über den Hauptplatz und das Wasserspiel des Marienbrunnens sowie Bildern des tosenden Lechwehrs gab es in dem 45-minütigen Film auch eine kurze Führung mit Museumsleiterin Sonia Fischer durch den Mutterturm. Schon damals war Matti Bauer im Fuchstal unterwegs, erfuhr viel über das dortige Brauchtum und so ganz nebenbei auch einiges über holländische Touristen und deren Wohnwagen.

„Im Fuchstal“ wird in der Reihe „Unter unserem Himmel“ am Sonntag, 18. November, ab 19.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen gezeigt. Sprecher des Beitrags ist der bekannte Schauspieler Elmar Wepper.

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