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Hagenheim

08.05.2018

Das Gerücht um den Gasthof zum Löwen

Seit vergangenem Jahr ist die Gemeinde Hofstetten Eigentümer das Gasthofs Zum Löwen in Hagenheim, wo auch die jüngste Bürgerversammlung stattfand. Dabei begründete Bürgermeister Benedikt Berchtold den Erwerb des Gebäudes.
Bild: Ulrike Reschke

Wie viel hat die Gemeinde Hofstetten für das Gasthaus in Hagenheim bezahlt? Um diese und andere Themen geht es bei der Bürgerversammlung.

Heiß diskutierte Themen wie in der Vergangenheit zum Beispiel die Flüchtlinge oder das Abfallwirtschaftszentrum gibt es derzeit in Hofstetten nicht. Entsprechend schwach besucht war die Bürgerversammlung im Gasthaus zum Löwen in Hagenheim mit rund 40 Zuhörern. Das Wirtshaus hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr erworben und mittlerweile wieder verpachtet (LT berichtete). Dies war eines der Themen des Abends. Keine Fragen hatten die Bürger zur Alten Schule in Hofstetten. Noch in diesem Jahr soll sie zu einem gemeindlich-kirchlichen Zentrum umgebaut werden. Die Themen:

Gasthaus Nach der Betriebsaufgabe der Wirtsleute im Löwen stand das Gebäude zum Verkauf. „Wir im Gemeinderat sahen es fast als eine Verpflichtung, so eine Gaststätte zu erhalten“, sagte Bürgermeister Benedikt Berchtold. Auf die Frage einer Bürgerin zum Preis, antwortete er: „An den Gerüchten über den Verkaufspreis ist nichts dran“. Die Gemeinde habe 700.000 Euro bezahlt. Auf Nachfrage stellte Berchtold in Aussicht, dass die sanitären Einrichtungen im Erdgeschoss in zwei bis drei Jahren saniert würden. Die notdürftig ausgebesserte Decke im Saal soll repariert werden.

Alte Schule Die Baugenehmigung wurde Anfang April erteilt. Der Umbau mit Räumen für die Kirche im Erdgeschoss und gemeindlichen Flächen im Obergeschoss wird 1,5 Millionen Euro kosten. An staatlichen Zuschüssen werden etwa 560.000 Euro fließen. Weitere Gelder erwartet Berchtold von der Diözese. Beheizt wird das Gebäude mit Erdwärme. An der Südseite ist eine vom Friedhof zugängliche Behindertentoilette geplant. Dank eines Zeitschlosses wird sie auch erreichbar sein, wenn die Alte Schule nicht geöffnet ist. Im Fahrradunterstand sollen Anschlüsse für Starkstrom, Wasser und Abwasser Platz finden.

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Kritik an der Geschwindigkeitsregelung

Tempolimit An der Kreisstraße LL23 sind seit einiger Zeit wechselnd zwischen 60 und 80 Stundenkilometer erlaubt – zudem je nach Fahrtrichtung unterschiedlich, kritisierte ein Bürger. Auch sei das Limit auf 80 Stundenkilometer von Westen weiter in Richtung Dorf verschoben worden. Es sollte einheitlich auf 70 Stundenkilometer festlegt oder der frühere Zustand wieder hergestellt werden. Der Bürgermeister verwies darauf, dass das Landratsamt die Änderung nach einer Verkehrsschau veranlasst habe.

Gewerbegebiet Auf Nachfrage sagte Berchtold, eine Erweiterung des Gewerbegebiets Süd in Hofstetten sei nicht geplant. Eher wolle der Gemeinderat auf die Umnutzung leer stehender Hofstellen im Ortskern setzen. Die Gewerbesteuer sei keine größere Einnahmequelle, bedeutender sei der fast vier mal so große Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer.

Mehr Themen aus der Bürgerversammlung lesen Sie in unserer Printausgabe.

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