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Das Impf-Tempo akzeptieren

Daniel Weber
Kommentar Von Daniel Weber
20.01.2021

Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen im Landkreis Landsberg nicht recht voran. Den Frust darüber sollten wir nicht an anderen auslassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass im Landkreis Landsberg der Impfstoff ausgeht. Dabei geht es im Impfzentrum schon ohne diese Probleme nicht besonders schnell vorwärts, wie Leiter Peter Rasch selbst kritisiert: Mit den aktuellen Mengen, die wöchentlich eintreffen, dauere es schon lange, um nur die über 80-Jährigen zu impfen. Wenn das geschafft ist, seien aber die jüngeren Risikopatienten noch immer nicht versorgt. Ohne Frage könnte hier vieles besser laufen.

Der Impfstoff kommt, aber eben langsam

Aber was eigentlich? Dass die Pandemie auch in Landsberg umgeht, ist vorerst nicht zu ändern. Impfstoffe sind bereits zugelassen, nun wird mit Hochdruck produziert. Unglücklicherweise wird es aber noch eine ganze Weile dauern, bis genügend Serum für jeden Menschen hergestellt ist. Können wir wirklich die überlasteten Mitarbeiter in den Impfzentren dafür verantwortlich machen, dass es nicht schnell genug geht? Oder ist es die Schuld der Politiker auf Bundes- oder Europaebene, die uns nicht genug Impfstoff sichern?

Bei diesen Fragen vergisst man gerne, dass jede Dosis, die wir bekommen, den Menschen anderswo auf der Welt fehlt. Das heißt nicht, dass wir auf unseren Anteil verzichten sollen. Aber vielleicht sollten wir akzeptieren, dass es mit dem Impfen noch ein wenig dauert.

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