Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Das Impfzentrum am Fliegerhorst in Penzing ist gerüstet

Penzing

18.12.2020

Das Impfzentrum am Fliegerhorst in Penzing ist gerüstet

Das Impfzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes Penzing ist startklar.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Im Impfzentrum in Penzing sollen bald täglich 200 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Warum ein einziger Impfvorgang rund 50 Minuten dauert.

Am 27. Dezember soll in Deutschland mit den Corona-Impfungen begonnen werden. Das Impfzentrum des Landkreises Landsberg entsteht momentan auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Penzing: Dort sollen bald täglich etwa 200 Menschen geimpft werden. Wie geht es mit den Vorbereitungen voran? Das Landsberger Tagblatt hat sich vor Ort umgeschaut.

Das Impfzentrum auf dem ehemaligen Penzinger Fliegerhorst ist nicht zu verfehlen. Ab der Pforte am Haupteingang weisen mehrere Schilder den Autofahrern den Weg. Am früheren Tower, wo die Räumlichkeiten untergebracht sind, hängt ein großes, grellgelbes Banner. „Der Landkreis und die Johanniter haben hier in kurzer Zeit verdammt viel auf die Beine gestellt“, sagt Peter Rasch, am Landsberger Landratsamt für das Impfzentrum zuständig. Die Bundeswehr habe am Ausgang extra eine barrierefreie Rampe sowie ein Geländer gebaut. Die Menschen sollen sich im Impfzentrum nicht über den Weg laufen – die einzelnen Stationen durchlaufen sie nach dem Einbahnstraßenprinzip.

Das Impfzentrum des Landkreises Landsberg ist startklar - Leiter Peter Rasch im Interview
Video: Thorsten Jordan

Wer Symptome hat, wird ans Testzentrum verwiesen

Gleich hinter der Eingangstür werden die Impfkandidaten im Anmeldebereich, wo Personalien überprüft werden und ein Gesundheitscheck durchgeführt wird, empfangen. „Wenn jemand Symptome zeigt, wird er an das Testzentrum verwiesen“ , sagt Kristina-Désirée Reinelt, Pressesprecherin des Regionalverbands Oberbayern der Johanniter, die mit dem Betrieb des Zentrums betraut sind. Insgesamt werden täglich vier Ärzte, drei medizinische Fachangestellte und sechs Verwaltungsangestellte vor Ort sein – rund 25 Personen sollen in der Einrichtung tätig sein. Laut Rasch behalten Security-Mitarbeiter Parkplatz und Innenbereich im Auge.

Der Eingang zum Impfzentrum in Penzing.
Bild: Thorsten Jordan

Nach der Anmeldung geht es für die Impfkandidaten in einen eigenen Raum, wo ein Fragebogen ausgefüllt wird: Dabei sollen auch mögliche Vorerkrankungen abgeklärt werden. In einem Warteraum wird dann ein vom Landratsamt und Johannitern gedrehtes Video in Dauerschleife gezeigt, das den Menschen Infos zur anstehenden Impfung vermitteln und sie über generelle Risiken aufklären soll. „Der Film darf nicht länger als fünf Minuten dauern, damit wir unseren Zeitplan einhalten können“, sagt Peter Rasch.

Die beiden Liegen stehen schon bereit

In einem weiteren Zimmer findet schließlich ein Vorgespräch mit einem der Ärzte statt, bevor die tatsächliche Impfung stattfindet: In dem dafür vorgesehenen Raum stehen bereits zwei Liegen bereit, die durch eine Aufstellwand voneinander getrennt sind. Nach einem gut 20-minütigen Aufenthalt im Nachsorgeraum – währenddessen ist ständig ein Mitarbeiter der Johanniter anwesend – dürfen die Besucher das Zentrum wieder verlassen. „Der Aufenthalt wird insgesamt ungefähr 50 Minuten dauern“, sagt Peter Rasch.

Dr. Gunter Rütter gehört zum medizinischen Personal, das im Impfzentrum tätig sein wird.
Bild: Thorsten Jordan

Endziel sei, dass das Penzinger Impfzentrum, das voraussichtlich Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat, zweimal die Woche 975 Impfdosen erhält. Innerhalb von drei Wochen muss den Geimpften eine zweite Dosis verabreicht werden, die in einer Zentrale nördlich von München zurückgestellt wird. Auch wenn bereits am 27. Dezember mit den Impfungen begonnen werden soll: Peter Rasch rechnet damit, dass im Impfzentrum erst ab dem 5. Januar Regelbetrieb herrscht. „Die ersten Dosen werden wir in den Seniorenheimen und Krankenhäusern vor Ort verabreichen.“

Pro Tag sollen im Landkreis 250 Menschen geimpft werden

In den kommenden Tagen werden rund 7200 Senioren im Landkreis, die über 80 Jahre alt sind, einen Brief erhalten, dass sie die ersten sind, die sich impfen lassen können. Auch Ärzte und Pflegepersonal stehen auf der Liste ganz oben. „Problematischer könnte es mit den Risikopatienten werden. Ich hoffe, es gibt eine klare Abgrenzung“, sagt Peter Rasch. Wann in der Breite geimpft werden kann, bleibe abzuwarten. „Wir wissen nicht, wie viele Impfdosen 2021 in Deutschland tatsächlich zur Verfügung stehen.“

Es könnte ein paar Wochen dauern, bis sich die Abläufe im Impfzentrum eingespielt haben, sagt Peter Rasch. Dann sollen die Schlagzahl erhöht und ein zweites Impfzimmer im ersten Stock in Betrieb genommen werden. „Unser Ziel ist es, pro Tag 200 Menschen im Zentrum und weitere 50 draußen vor Ort zu impfen.“

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren