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Zukunftsplanung

04.05.2018

Das Nachtleben soll aufgeweckt werden

Ein Bild aus alten Zeiten, als 2009/10 im Glücklich Club noch Silvester gefeiert wurde.
Bild: Thorsten Jordan

Bei „Landsberg 2035“ steht die nächste Bürgerkonferenz an

Verkehr und Mobilität waren in der vergangenen Woche dran. Bei der nächsten Bürgerkonferenz zur Gesamtstrategie „Landsberg 2035“ sind am Dienstag, 8. Mai, von 18 bis 21 Uhr im Historischen Rathaus Kultur und Freizeit an der Reihe (Anmeldung unter landsberg2035@landsberg.de). Drei Stunden sind die Bürger eingeladen, vor allem über drei Leitprojekte zu sprechen: Da soll es um die Nachtkultur gehen, um eine Kulturförderung, die dem Anspruch nach Transparenz und Gerechtigkeit Rechnung trägt, und um einen Mehrgenerationen-Freizeitpark.

Bei Letzterem sah sich der Leiter des städtischen Veranstaltungsmanagements, Anton Sirch, bei einem Pressegespräch denn auch gleich zu einer Klarstellung veranlasst: „Das soll ohne kommerziellen Touch sein, der bei dem Begriff Freizeitpark entstehen könnte.“ Die Anlage solle zu jedem Zeitpunkt und für Menschen jeden Alters offen stehen und ohne Strom auskommen.

Drei Elemente sind vorgesehen: Am südlichen Ende des Englischen Gartens soll ein „Generationen- und Fitnessparcours“ für eine breite Zielgruppe und mit langlebigen Trainingsgeräten entstehen. Ein zweiter Bestandteil könnte ein Barfuß-Parcours sein und dann würde mit dem Deutschen Alpenverein als Paten ein Bike Park und Trailnetz für Mountainbiker angelegt. Sirch sprach dabei von einem Wegenetz, das sich über 80 bis 90 Kilometer (inklusive der Rad-Verbindungen zwischen den Stadtteilen) erstrecken könnte.

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Daneben entdeckt Landsberg 2035 auch das Nachtleben als politisches Handlungsfeld. Allzu viel ist da bekanntlich nicht mehr geboten, seitdem mehrere Lokalitäten geschlossen haben (zum Beispiel der Glücklich Club im Libre) oder wegen Immissionsschutzproblemen nur gelegentlich öffnen dürfen (wie das Moritz). Insgesamt ein nicht ganz so übersichtliches Feld, das eigentlich eher dem privatwirtschaftlichen Engagement überlassen werden sollte, wie die Verantwortlichen deutlich machten.

Eines ist für Oberbürgermeister Mathias Neuner jedoch auch offenkundig: Die Stadt brauche mehr Veranstaltungssäle, die sie in den nächsten Jahren aber bekommen dürfte: in der Lechturnhalle, im neuen Jugendzentrum, im „Urbanen Leben am Papierbach“ und schließlich in Form der Mittelschulaula. Was dann aber – nach Meinung vieler Künstler – noch fehle, seien Ausstellungs- und Probenräume, ergänzte Dritter Bürgermeister Axel Flörke.

Das Bereitstellen von Räumen durch die Stadt berührt dann auch schon das dritte Leitprojekt, die Kulturförderung. Diese soll transparent und gerecht erfolgen, lautet der Anspruch. Welcher Art von Kultur diese Förderung dienen soll, wurde offengelassen. Da solle ein „relativ breites Verständnis von Kultur integriert werden“, meinte Projektleiter Ralf Stappen, und auch Flörke warnte davor, allzu viele strategische Festlegungen zu treffen: „Kultur ist einem steten Wandel unterworfen.“

Die erste Bürgerkonferenz zum Thema „Mobilität und Umwelt“ erinnerte an einen der zahlreichen Workshops, die bereits im Vorfeld stattgefunden hatten. Flipcharts, bunte Filzstifte und ein langer Vortrag zum Thema: „Was bisher geschah“. Einige Teilnehmer wollten die bereits abgesteckten Handlungsfelder (unter anderem sehen die drei Leitbilder die Stärkung von E-Mobilität und Radverkehr und die Schwächung von innerstädtischem Individualverkehr vor) noch einmal erweitert wissen. Zum Beispiel im Umweltbereich, was den Flächenverbrauch anbelangt. Ob die nächsten „Bürgerkonferenzen“ ähnlich ablaufen? (ger/wimd)

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