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Landsberg/Penzing

13.06.2020

Das Pandemiezentrum wäre bereit für eine zweite Welle

Etwas ruhiger geworden ist es im Pandemiezentrum am ehemaligen Fliegerhorst Penzing. Dort werden Corona-Tests durchgeführt.
Bild: Thorsten Jordan (Symbolfoto)

Plus Was tut sich derzeit in Sachen Corona auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Penzing? Das LT hat  beim Landratsamt nachgefragt.

Zwei Coronavirus-Infizierte gibt es – wie berichtet – derzeit noch. Ansonsten scheint eine erste Welle der Pandemie im Landkreis Landsberg überstanden zu sein. Im ehemaligen Fliegerhorst in Penzing wurde im Mai ein Pandemiezentrum aufgebaut – für Infizierte, die es derzeit nicht gibt. „Braucht’s das Zentrum?“, mag sich nun mancher fragen. Das LT hat sich beim Landratsamt erkundigt.

Pressesprecherin Anna Diem auf die Möglichkeit einer zweiten Welle. „Wir wissen nach wie vor nicht, wie sich die Pandemie im Herbst entwickelt.“ Die Einrichtungen im Pandemiezentrum könne man sofort wieder hochfahren. Im Augenblick arbeite die Infektambulanz: Fünf bis 15 Personen kämen im Schnitt täglich, um entweder einen Abstrich machen oder sich beraten zu lassen. Testen lassen kann man sich, wie berichtet, auch auf eigene Kosten. Die Drive-In-Anlage für Tests an Personen im Auto und das Infektmobil seien auf Stand-By, berichtet Diem. Auch die noch nicht komplett eingerichtete Zahnarztpraxis sei im Wartemodus. Wenn im Augenblick ein Covid-19-Infizierter behandelt werden müsse, könne man abklären, ob das beim üblichen Zahnarzt möglich sei, oder ihn an Schwerpunktpraxen in Weilheim und Augsburg verweisen.

Bis zum Herbst läuft der Mietvertrag noch

Der Mietvertrag für die Bundeswehr-Immobilien läuft laut Anna Diem bis Ende Oktober mit der Option, bis 31. Dezember zu verlängern. „Es ist die Frage, wie sich das Infektgeschehen entwickelt.“ Genaue Kosten kann Diem im Augenblick nicht nennen. Der Landkreis zahle aber keine Miete, sondern nur die Nebenkosten. Bei Strom, Wasser, Heizung kommt es auf den Verbrauch an, sodass laut Anna Diem im Augenblick Kosten für die Infektambulanz anfalle, aber kaum für die Einrichtungen, die derzeit nicht genutzt werden.

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Für den Landkreis habe sich durch den ehemaligen Fliegerhorst eine besondere Möglichkeit ergeben, ein Pandemiezentrum einzurichten. Es sei beruhigend zu wissen, dass dort Unterkünfte vorgehalten werden, in denen bei Bedarf beispielsweise Infizierte aus einer Asylbewerberunterkunft untergebracht werden könnten oder auch Menschen aus Behinderteneinrichtungen, die sich infiziert haben. Schutzbekleidung werde beispielsweise an Arztpraxen nicht mehr kostenlos ausgeteilt, erläutert Diem. Denn auch der Freistaat verlange mittlerweile Geld. Man werde aber auch einen größeren Bestand behalten, da nicht klar sei, was in den nächsten Monaten passiere.

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