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Schondorf

13.09.2019

Das Prix-Gelände in Schondorf soll an frühere Bürgermeister erinnern

Der Bebauungsplanentwurf für die Neubebauung des ehemaligen Prix-Geländes in Schondorf wird noch einmal ausgelegt. Dann soll er aber in Kraft treten. Im Hintergrund ist die neue Sporthalle der Realschule zu sehen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Gemeinderat berät über die Namensgebung für die Straßen des neuen Wohngebiets. Warum sich der Bebauungsplan noch in der Warteschleife befindet.

Der Bebauungsplan Prix-Gelände in Schondorf steht kurz vor der Fertigstellung. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die eingegangenen Bedenken und Anregungen von 37 Behörden und Trägern öffentlicher Belange behandelt. Bürgereinwände gab es keine. Außerdem wurden viele Vorschläge für die Namen der neuen Straßen und Wege des künftigen Wohnquartiers gesammelt. Vor allem der Vorschlag, frühere Schondorfer Bürgermeister als Namensgeber fungieren zu lassen, kam gut an, wurde aber letztendlich noch nicht endgültig entschieden.

Von „Am Anger“ bis „An den Gleisen“

Bei dem Punkt Namensgebung für die neuen Straßen und Wege gab es verschiedenste Ansätze. Während für einen Teil der Gemeinderäte Namen wie Prix-Straße, Prix-Weg oder Prix-Wiese für die Erschließungsstraße passend schien, fand Stefan Birkner, dass Firmennamen nicht für einen Straßennamen geeignet sind. Bürgermeister Alexander Herrmann schlug vor, sich an alten Flurbezeichnungen zu orientieren und sich zum Beispiel auf „Am Anger“ zu verständigen. Daraus entwickelte Rudi Hoffmann „Alter Anger“.

Für die geplante Fahrradpromenade wünschte sich Helga Gall eine Bezeichnung wie „An den Gleisen“. Die Verbindung des neuen Areals von Unter- und Oberschondorf wollte Florian Gradl würdigen und schlug drei Bürgermeister als Namensgeber vor: einmal die beiden letzten Bürgermeister von Unter- und Oberschondorf, Hugo Höchtl und Matthias Wagner, und Alois Metzger als ersten Bürgermeister nach der Zusammenlegung der beiden Gemeinden zu Schondorf im Jahr 1970. Eine endgültige Entscheidung wurde an dem Abend jedoch noch nicht getroffen.

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Bei der Feuerwehrzufahrt muss nachgebessert werden

Bürgermeister Alexander Herrmann hatte bereits eingangs der Sitzung darauf hingewiesen, dass aufgrund von nötigen Änderungen der Bebauungsplanentwurf noch einmal ausgelegt werden müsse. Eine wesentliche Änderung in den Plänen betreffe dabei zum Beispiel den Brandschutz. Dazu hätten gleich mehrere Stellen angemahnt, dass die Feuerwehrzufahrt zur neuen Turnhalle der Wolfgang-Kubelka-Realschule sichergestellt werden müsse. Herrmann erläuterte, dass in den ersten Planentwürfen noch ein Stichstraße entlang der Grenze zum Schulgelände und der Wohnbebauung eingeplant war, um dort vor allem Pellets für das zunächst vorgesehene Blockheizkraftwerk zu liefern.

Kurve erhält einen größeren Radius

Da der Landkreis als Bauherr für die Realschule aber eine eigene Heizanlage vorzog, konnte dieses Blockheizkraftwerk nicht realisiert werden. Ausgerechnet dieser Weg war auch als spätere Feuerwehrzufahrt eingeplant gewesen. In einem Gespräch mit den Genehmigungsbehörden wurde daraufhin folgende Lösung erarbeitet: Die neue Feuerwehrzufahrt wird von Norden aus über die Ringstraße und die Fahrradpromenade geplant. Dafür wird die Kurve bei der Einmündung der Fahrradpromenade einen größeren Radius bekommen.

Darüber hinaus werden Aufstellflächen für die Feuerwehrfahrzeuge benötigt. Eine Einfahrt auf die Straße neben der Bahnlinie für die Feuerwehr von Süden her ist derzeit wegen der Einwände der Deutschen Bahn, die noch ein kleines Stück an der Einmündung zur Uttinger Straße besitzt, nicht möglich.

Parkplätze sind nur eingeschränkt nutzbar

Die Bahn wies in ihrer Stellungnahme auch darauf hin, dass Teile der Fahrradpromenade noch für Bahnzwecke gewidmet seien. Wie Geschäftsleiter Ralf Müller sagte, werde ein Antrag auf Entwidmung gestellt. Das noch fehlende Stück soll zudem angekauft werden. Eingeschränkt wird die Nutzung der Schulparkplätze, solange dort noch der Dreispänner der Gemeinde steht. Ab 22 Uhr darf dort nicht mehr geparkt werden.

Als weitere Neuerung wird die alternative Energieerzeugung ohne Einschränkungen gestattet. Die Änderungen und Neuerungen des Bebauungsplanentwurfes „Prix-Gelände“ werden nun wieder ausgelegt. Für diesen mittlerweile dritten Durchgang wurde vom Gemeinderat die Dauer auf drei Wochen festgelegt. Diese Entscheidung fiel einstimmig.

Mehr zum Prix-Gelände in Schondorf: Prix-Gelände: So viel kassiert Schondorf für den Verkauf

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