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Kaufering

17.10.2020

Das Rathaus in Kaufering muss dringend saniert werden

Das Kauferinger Rathaus ist in die Jahre gekommen. Im Marktgemeinderat wurde darüber diskutiert, wie eine Sanierung aussehen kann.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Das Dach auf dem Rathaus in Kaufering ist undicht und zu den „Besuchern“ zählen lästige Fliegen. Gedanken über einen Neubau werden laut.

Dass das Kauferinger Rathaus sanierungsbedürftig ist, wurde während einer Sitzung des Marktgemeinderats mehr als deutlich. Denn die Mängelliste, die Bauamtsleiter Andreas Giampa den Marktgemeinderäten präsentierte, ist lang: Es fehle eine zweite Rettungszufahrt, durch das Dach regne es herein und im Inneren würden Fliegen ihr Unwesen treiben. Außerdem sei das Gebäude energetisch nicht auf dem aktuellen Stand.

Die Verwaltung regte deswegen an, ein externes Büro mit einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Rathauses zu beauftragen. Ein Vorschlag, der im Marktgemeinderat für kontroverse Diskussionen sorgte.

Von der provisorischen Mängelbehebung bis zu einem möglichen Neubau

Wie es in der Beschlussvorlage heißt, soll die Machbarkeitsstudie neben einer Prüfung planerischer und rechtlicher Voraussetzungen auch eine erste grobe Kostenschätzung für drei Alternativen beinhalten: eine provisorische Behebung der Mängel, eine grundlegende Sanierung des bestehenden Gebäudes mit Erweiterung und einen möglichen Neubau des Rathauses.

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Laut Andreas Giampa seien die Mängel im Kauferinger Rathaus nicht mehr zu übersehen. Außerdem herrsche in dem Gebäude mittlerweile ein akutes Platzproblem: „Wir sitzen jetzt schon alle sehr beengt.“ In den kommenden Jahren würden noch weitere Mitarbeiter hinzukommen. Laut Giampa sei es nun an der Zeit, eine Gesamtplanung für die Sanierung des Rathauses auszuarbeiten. Es bringe nichts mehr, „nur Löcher zu stopfen“. Bürgermeister Thomas Salzberger (SPD) ergänzte, dass dabei auch an die Barrierefreiheit gedacht werden solle.

Es herrscht ein akutes Platzproblem

In einem Punkt waren sich die Räte während der anschließenden Diskussion einig: Es muss dringend gehandelt werden. Allerdings plädierte vor allem die Grünen-Fraktion dafür, dabei nichts zu überstürzen. „Wir sollten trennen zwischen kurzfristig notwendig und mittel- und langfristig wünschenswert“, sagte deren Mitglied Jürgen Strickstrock. Dritter Bürgermeister Andreas Keller (Grüne) verwies auf die vielen laufenden Projekte in der Marktgemeinde. Die nächsten sechs bis sieben Jahre werde ohnehin nicht gebaut werden können: „Es bringt nichts, ins Blaue Zahlen zu ermitteln, die dann nicht mehr aktuell sind“, sagte Andreas Keller.

Eine Hängepartie soll vermieden werden

Sein Fraktionskollege Patrick Heißler, der, wie berichtet, nach der Sitzung sein Mandat im Marktgemeinderat auf eigenen Wunsch niederlegte, stellte infrage, ob das Kauferinger Rathaus aktuell überhaupt am richtigen Ort stehe und brachte damit einen Neubau ins Spiel. „Der entscheidende Prozess ist, zu fragen: Wo will ich hin?“ Patrick Heißler beantragte schließlich, eine Kostenaufstellung über die Mängel zu erstellen und die Rahmenplanung für eine Machbarkeitsstudie zunächst in einem Planungsausschuss zu behandeln. Das alles sei relativ kurzfristig zu bewerkstelligen, argumentierte Patrick Heißler.

Sascha Kenzler (UBV) sah in der von Bauamtsleiter Andreas Giampa vorgeschlagenen Machbarkeitsstudie hingegen ein „Zeichen an die Verwaltung“ und plädierte für eine zügige Bewilligung durch den Marktgemeinderat. Eine Hängepartie wie bei anderen großen Projekten müsste unbedingt vermieden werden. „Wie oft ist das Wort Ortsentwicklungsplan bei uns schon gefallen, ohne dass wir anschließend vorgegangen sind?“ Auch Markus Wasserle befürwortete eine Machbarkeitsstudie: „Wir brauchen verlässliche Zahlen.“

Kosten für die Prüfung von Alternativen werden gedeckelt

Schließlich stimmten 15 Marktgemeinderäte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu. Auf Anregung der beiden CSU-Räte Meinrad Mayrock und Thomas Harbich wurde darin der Zusatz aufgenommen, dass die Prüfung der Alternativen einen Gesamtbetrag in Höhe von 25 000 Euro brutto nicht übersteigen soll. Patrick Heißlers Antrag wurde mit 6:15 Stimmen abgelehnt.

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