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Prittriching

05.04.2018

Das Rathaus verschlingt das meiste Geld

Die Sanierung des Prittrichinger Rathauskomplexes und der Neubau der Apotheke (links im Bild) ist heuer der größte Kostenfaktor.

Die Gemeinde Prittriching muss für die Sanierung und den Neubau der Apotheke rund 4,9 Millionen Euro in den Haushalt einplanen. 

Für Prittrichings Bürgermeister Peter Ditsch ist die Umsetzung des Haushalts ein finanzieller und verwaltungsmäßiger Kraftakt. Das sagte er, als er dem Ratsgremium den Gemeindeetat für das laufende Jahr präsentierte. Mit einem „äußerst erheblichen Gesamtvolumen“ von 13,9 Millionen Euro listet das Zahlenwerk die geplanten Einnahmen und Ausgaben auf.

Der Verwaltungshaushalt, in dem der laufende Betrieb der Gemeinde abgebildet ist, hat ein Volumen von 4,9 Millionen Euro. Die daraus erwirtschafteten Überschüsse, sprich die Zuführung zum Vermögenshaushalt, liegen bei rund 655000 Euro und bleiben nach Aussagen des Bürgermeisters auch in den folgenden Jahren bis 2021 relativ stabil. „Dies ist auf die gute wirtschaftliche Situation zurückzuführen“, so Ditsch. So liegen auch die Ansätze auf der Einnahmeseite für den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 1,6 Millionen Euro sowie die Gewerbesteuer mit 950 000 Euro auf hohem Niveau. Die an den Landkreis abzuführende Kreisumlage hat mit 1,3 Millionen Euro „einen neuen Höchststand“ erreicht.

Auch die Alte Schule in Winkl wird saniert

Wie schon im vergangenen Jahr liegt laut Bürgermeister Ditsch die finanzielle Herausforderung im Vermögenshaushalt (rund neun Millionen Euro), in dem die geplanten Investitionen ausgewiesen sind. „Es wurden alle Maßnahmen aufgenommen, die vom Gemeinderat besprochen wurden und deren Ausführung grundsätzlich auch vorgesehen ist“, sagte der Bürgermeister und nannte einige kostenintensive Baumaßnahmen, die im laufenden Jahr abgeschlossen werden können.

Das Rathaus verschlingt das meiste Geld

So soll die Sanierung der Alten Schule in Winkl mit dem Einbau der Eintoranlage für die Feuerwehr bis Mitte des Jahres abgerechnet werden. Kostenwirksam abgeschlossen werden sollen auch die Arbeiten rund um den Dorfplatz mit der Eglinger Straße, der Hauptstraße sowie der Wendelin- und Leitenbergstraße. Die Kosten dafür bezifferte Ditsch auf rund 1,32 Millionen Euro.

Da, wie berichtet, dafür keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden, rechnet die Gemeinde mit staatlichen Zuwendungen von etwa 425000 Euro für das laufende Jahr sowie nochmals 490000 Euro in 2019. „Ob diese Beträge zu dem angenommenen Zeitraum und in der angenommenen Höhe auch so fließen werden, kann derzeit nicht abgeschätzt werden“, so Ditsch.

Ohne weitere Kredite wird es wohl nicht gehen

Größter Kostenfaktor ist die Sanierung des Rathauskomplexes mit dem Neubau der Apotheke. Inklusive der Erstellung der Außenanlagen rechnet die Gemeinde mit Gesamtkosten von 4,9 Millionen Euro. Im laufenden Haushalt sind dafür 3,96 Millionen Euro eingestellt.

Den Schuldenstand zum Jahresende 2017 bezifferte Ditsch auf 4,9 Millionen Euro. Zur Finanzierung seien dazu Kredite von drei Millionen Euro aufgenommen worden. Für das laufende Jahr ist eine weitere Kreditaufnahme in Höhe von 1,3 Millionen Euro geplant. Dies sei zwingend notwendig, um den gesetzlich vorgegebenen Haushaltsausgleich zu erreichen informierte der Bürgermeister. „Wir werden diesen Kreditrahmen aber nur ausschöpfen, wenn die zwingende Notwendigkeit gegeben ist“, so Ditsch.

Nach eingehender Beratung wurden der Gemeindeetat 2018 nebst Finanzplan bis 2021 sowie die Haushaltssatzung einstimmig verabschiedet.

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