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Landkreis Landsberg

14.04.2015

Das Rochlhaus wird teurer

Das Rochlhaus soll im September wiedereröffnet werden. Jetzt musste der Gemeinderat aber erst einmal eine Kostenmehrung von 77000 Euro absegnen.
Bild: Thorsten Jordan

Der Thaininger Gemeinderat hat nachträglich eine fünfstellige Summe bewilligt.

Die Sanierung des Rochlhauses schreitet zwar zügig voran. Allerdings musste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dafür nachträglich 77000 Euro bewilligen. Die Kostenmehrung begründete Architekt Alfred Sunder-Plassmann mit dem Hinweis, dass sich solche Ausgaben bei der Sanierung historischer Gebäuden nicht vorhersehen ließen. Im vorliegenden Fall handle es sich um den Einbau eines Behinderten-WCs und einer Fotovoltaikanlage sowie um Ausgaben für die Außenanlagen.

Diese Kosten, sagte Bürgermeister Leonhard Stork, seien nicht im genehmigten Kostenrahmen von 607000 Euro enthalten, sondern wurden in Höhe von 51376 Euro aus den Rückstellungen der Gemeinde finanziert. Die fälligen Zuwendungsanträge seien jedoch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Regierungsbezirk Oberbayern sowie dem Landesverein für Heimatpflege bereits vorgelegt worden. „Gleichwohl ist die Entscheidung dieser Maßnahmen sinnvoll“, sagte Alfred Sunder-Plassmann. Denn das Rochlhaus aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts soll nach seiner vollständigen Sanierung nicht nur als Museum erhalten, sondern künftig einer angemessenen und sinnvollen Nutzung zugeführt werden.“ Es solle Publikumsverkehr gebund das Haus mit Leben erfüllen. Das ist das Ziel.“ Rathauschef Stork hatte davor bereits die einzelnen Posten der Kostensteigerung von 77 000 Euro auf einer Tischvorlage aufgelistet und diese an das Gremium verteilt. Demnach betragen die Ausgaben für die Einrichtung 50 000 Euro, die Bau- und Planungskosten 22 000 Euro und für die Außenanlagen 5000 Euro. Nach diversen Nachfragen der Ratsmitglieder beim Architekten billigte das Gremium auch die Arbeiten für den Einbau von vier Kachelöfen und beauftragte dafür die Firma Werner Lukas aus Dießen, die mit knapp über 20 000 Euro das kostengünstigste Angebot vorgelegt hatte. Für die Restaurierung von Holzböden wurde eine Firma aus München beauftragt, die dafür ein Angebot in Höhe von knapp 6400 Euro eingereicht hatte. Schließlich genehmigte der Gemeinderat mehrheitlich auch die dendrochronologische Untersuchung von freigelegten Balken, die - so der Architekt Sunder-Plassmann - „eventuell vom Vorgängerhaus von 1795 stammen“. Ein vorliegendes Angebot dieser Altersbestimmung von Jahresringen in den Holzbalken kostet rund 740 Euro.

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