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Dießen

05.04.2019

Das Saunahaus am Ammersee bleibt weiter im Gespräch

So könnte ein Saunahaus am Ammersee aussehen. Der Dießener Gemeinderat will sich mit dem Thema weiter befassen. Unser Bild zeigt ein Modell, das Studenten der Hochschule Augsburg erarbeitet haben.
Bild: Mathias Rathke

Kann man direkt am Ammersee bald schwitzen? Der Markt Dießen will jetzt mit der Schlösser- und Seenverwaltung reden, ob das Saunaprojekt realisierbar ist.

Michael Hofmann (Bayernpartei) ist seinem Antrag einen Schritt näher gekommen. Der Dießener Gemeinderat will ein Saunahaus am Ammersee realisiert wissen. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, die Idee weiterzuverfolgen und Bürgermeister Herbert Kirsch zu beauftragen, das Gespräch mit der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung zu suchen. Hofmann, selbst passionierter Saunagänger, hielt im Gemeinderat erneut einen flammenden Appell für das Projekt am See. „Die Kelten und auch die Römer, die sich einst in unserer Gegend aufhielten, wussten schon um die positive Wirkung der Saunen.“ Er sei sich sicher, dass es solche Gebäude am Ammersee gab.

Am Ammersee wurden Dampfbäder entdeckt

Reste solcher römischen Dampfbäder wurden zum Beispiel am Dampfersteg in Schondorf freigelegt, bestätigt auch Innenarchitekt Mathias Rathke. Er hatte als Lehrbeauftragter der Hochschule Augsburg mit seinen Studenten vor Kurzem ein entsprechendes Projekt „Saunahäuser am See“ abgeschlossen und in Holzhausen präsentiert.

Über dieses Projekt habe er Kontakt mit dem Dießener Gemeinderat bekommen. Er war auch Gast in der jüngsten Gemeinderatssitzung und verfolgte die Antragsbegründung. Über die Realisierungschancen eines solchen Projekts sagt Rathke: „Solche Saunahäuser kann man von den Anforderungen sehr zurückhaltend planen.“ Das habe auch zur Folge, dass Wärmeschutz oder Schallschutz ins Gewicht fielen. So stehen solche kleinen Gebäude zum Beispiel oft in Gärten von Hotels.

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Bietet die Sauna Platz für Kleingruppen?

Rathke verweist auch auf Hütten des Deutschen Alpenvereins. Das sei in etwa das Prinzip, wie solche Saunahäuser funktionieren: Interessenten holen sich den Zugangsschlüssel, nutzen die Einrichtung, hinterlassen diese sauber und geben nach deren Gebrauch den Schlüssel wieder zurück. Die Saunahäuser, so seine Vorstellung, seien für Kleingruppen (zehn bis 15 Personen) ausgelegt.

Für Michael Hofmann ist sein Vorstoß, das Thema „vorurteilsfrei“ zu prüfen, ein Erfolg. „Ein Saunahaus, gleich wo es entstehen würde, wäre auch ein Alleinstellungsmerkmal am See“, meinte er. (hön)

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