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Landsberg

02.12.2019

Das "Style" schließt: Landsberg verliert ein Kultgeschäft

Armin Kleber hört mit seinem Jeansladen Style im Hinteranger in Landsberg auf.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Für den Jeansladen "Style" im Hinteranger in Landsberg ist nach 28 Jahren Schluss. Warum Inhaber Armin Kleber aufhört.

Ganz groß prangt die Nachricht im Schaufenster des Jeansladen "Style" im Landsberger Hinteranger: Räumungsverkauf. Lange wird es den Laden nicht mehr geben, informiert Inhaber Armin Kleber. Dem LT verrät er, warum er nach 28 Jahren Schluss macht und kritisiert die Verkehrssituation im Hinteranger.

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Ende Februar 2020 sei Schluss, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung. Seit insgesamt 28 Jahren betreibt der Einzelhändler sein Geschäft in der Innenstadt. Erst in der Herkomer-Straße 89, wo sich jetzt ein Friseursalon befindet, und seit drei Jahren im Hinteranger.

Preisdruck durch das Internet

Grund für die bevorstehende Geschäftsaufgabe sei die wirtschaftliche Situation, sagt Kleber. „Wir kämpfen mit zwei Problemen. Die Kundenfrequenz hat abgenommen. Und wenn die Leute den Weg nicht finden, kann das Produkt noch so gut sein - es nutzt nichts. Zudem merken wir den Preisdruck durch das Internet. Es zählt nur noch der billigste Preis.“

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Im ersten Jahr nach dem Umzug an den Hinteranger seien die Einnahmen noch zufriedenstellend gewesen, so Kleber. Danach sei es aber immer schlechter geworden. Deswegen habe er sich seit einem halben Jahr mit der Frage auseinandergesetzt, ob er den Laden schließen solle und nun die Entscheidung getroffen.

"Der Verkehr muss raus aus dem Hinteranger"

Kleber kritisiert auch, dass durch den Vorder- und Hinteranger Autos fahren dürfen. Der Verkehr müsse raus und eine Aufenthaltsqualität geschaffen werden, betont er. Ärgerlich findet der Geschäftsmann – in dessen Laden auch seine Schwester mitarbeitet – zudem, dass es weder einen verkaufsoffenen Sonntag noch eine Einkaufsnacht in Landsberg gibt. „Hier wurde alles verboten. In anderen Städten ist das weiterhin möglich“, beklagt er. Kein Grund für die Geschäftsaufgabe sei hingegen die Höhe der Miete, die er zahlt, betont er. „Daran liegt es nicht. Selbst wenn die nur halb so hoch wäre, hätte ich immer noch nicht genug Einnahmen. Es ist die fehlende Frequenz.“

Was Armin Kleber ab dem März kommenden Jahres machen wird, weiß er eigenem Bekunden nach noch nicht.

Lesen Sie auch den Kommentar:Aus für das „Style“: Vor Ort kaufen hilft Händlern

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02.12.2019

Schade aber absehbar.
In Landsberg machte man Einzelhandelskonzeptionen bei denen aus den Angeboten an der peripherie einfach "Nebenzentren" wurden und das eigentliche Zentrum, die Innenstadt kam nicht mal am Rande vor. Stattdessen Ideen wie eine "Liste" mit zulässigem und "unzulässigem" und der logischen Folge daraus das es zu Ausnahmen und Diskussionen kam.
Irgendwann muß doch jeder merken das Aktivität in der Stadt die Frequenz ist die man braucht und keine Kunstbegriffe wie "Aufenthaltsqualität", die nicht meßbar ist und damit unnachweisbar!
Der letzte Laden bekommt dann wahrscheinlich eine "Ehrung" von der Stadt fürs durchhalten .....

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