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Penzing

27.02.2018

Das Warten auf Telefon und Internet geht weiter

Nach wie vor gibt es in Penzing und den Ortsteilen Epfenhausen und Untermühlhausen Probleme mit dem Telefon.
Bild: Sibylle Mettler (Symbolbild)

Die Störung einer Leitung in Penzing ist noch immer nicht behoben. Anrufe via Handy sind nur bedingt möglich. Am Netzbetreiber hagelt es massive Kritik.

Kein Telefon, kein Internet. In Penzing und seinen Ortsteilen Untermühlhausen und Epfenhausen ist die Störung des Leitungsnetzes immer noch nicht behoben. Dabei hatte die Telekom vergangene Woche mitgeteilt, die Arbeiten bis Freitagnachmittag abschließen zu können (Landsberger Tagblatt berichtete). Doch die betroffenen Bürger müssen sich offenbar noch gedulden. Der Schaden an einer Hauptleitung – es dringt Feuchtigkeit in ein Kabel – ist größer als gedacht.

Internet via Handy? Wenig bis gar nicht

Betroffen ist auch das Katholische Pfarramt in Penzing. Seit Mitte Februar ist es telefonisch und per Internet nicht mehr erreichbar. Monika Spitzer, die Verwaltungsleiterin der Pfarreiengemeinschaft, ist genervt. „Wie sollen dringende Notfälle in der Seelsorge aufgefangen werden?“, fragt sie. Zwar könnten Betroffene im Pfarramt in Weil anrufen, aber das wüssten nicht alle Hilfesuchenden. Ebenfalls nicht erreichbar ist die katholische Kindertagesstätte St. Josef. Auch dort müsse improvisiert werden, etwa wenn Eltern ihre kranken Kinder abmelden müssen. Via Handy sei das nicht so einfach. In diesem Bereich sei der Empfang im Normalfall schon schlecht. „Durch die Überlastung des Netzes ist ein Verbindungsaufbau nahezu unmöglich.“

Monika Spitzer wohnt selbst in einem von der Störung betroffenen Teil Penzings. Zu Hause könne sie gerade noch telefonieren, Daten übers Handy abrufen sei aber nicht möglich. „Ich weiß auch von Handwerkern, die Termine nicht ausmachen oder absagen und keine Bestellungen tätigen können.“ Was sie und viele andere Penzinger stört, ist die Informationspolitik des Netzbetreibers, der Telekom. Wer seinen Telefon und DSL-Vertrag bei anderen Anbietern abgeschlossen hat, treffe dort auf völlige Unwissenheit. Dort sei die Störung nicht bekannt.

Ein Verteiler in der Pfettenstraße ist defekt

Im Rathaus funktioniert der Telefon- und Internetanschluss. Bürgermeister Johannes Erhard legte gestern den Hörer praktisch nicht aus der Hand. Etliche Bürger wollten von ihm wissen, wann die Störung endlich behoben wird. Wie er sagt, stand er deswegen auch in Kontakt mit der Telekom. Mittlerweile gebe es mehrere Baustellen im Ort. Die ursprüngliche Schadensstelle liege aber in der Pfettenstraße in der Ortsmitte. Dort liege eine Verteilerstattion von der das beschädigte Hauptkabel abzweige. Das beschädigte Hauptkabel, in das Feuchtigkeit eindringt, liegt laut Erhard schon etliche Jahre in der Erde. Während des Ausbaus der Pfettenstraße im Jahr 2016 sei es nicht erneuert worden.

Mittlerweile nennt die Telekom kein Datum mehr

Unsere Zeitung hat erneut Christian Fischer von der Pressestelle der Telekom in Bonn zur Situation in Penzing befragt. Er hatte Mitte vergangner Woche die Hoffnung geäußert, die Störung bis Freitagnachmittag beheben zu können. Gestern wollte er keine genaue Zeitangabe mehr machen. Zwar habe die mit den Arbeiten beauftragte Firma eine schadhafte Stelle flicken können, es seien aber weitere Schäden festgestellt worden. „Wir kreisen die Stellen derzeit ein“, sagt Fischer. Der gefrorene Boden erschwere zudem die Reparaturarbeiten.

Bei Störungsfällen dieser Art gewährt die Telekom in der Regel eine Entschädigung. „Das wird mit der nächsten Rechnung verrechnet“, sagt Christian Fischer. Monika Spitzer wurde bereits Mitte Februar eine Entschädigung von 15 Euro angeboten. Die Handykosten hätten diese Summe mittlerweile deutlich überschritten - den Ärger noch gar nicht miteingerechnet.

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