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Reichling

22.06.2017

Das neue Baugebiet lässt den Haushalt ächzen

In Ludenhausen entsteht ein neues Baugebiet.
Bild: Wolfgang Holzhauser (Symbolfoto)

Ludenhausen bekommt ein Neubaugebiet. Allerdings werden die Erschließungsarbeiten deutlich teurer. Das hat aber auch positive Aspekte.

Für das neue Baugebiet „Riederweg Süd“ in Ludenhausen muss die Gemeinde Reichling für das kommende Haushaltsjahr mehr Geld einplanen als ursprünglich vorgesehen. Zum einen wird die Regenwasserversickerung aufwändiger, zum anderen werden aus Gründen der Kosteneinsparung nun die ersten zwei Bauabschnitte gleich gemeinsam realisiert.

Zur Versickerung des Regenwassers in dem geplanten Baugebiet schlug der Planer, Ingenieur Kurt Kummer, in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine gemeinsame Anlage für den Riederweg Süd, den Riederweg und den Wirthsweg vor. Damit könne die Gemeinde langfristig 35.000 Euro einsparen, da man später für den Riederweg und den Wirthsweg keine eigene Versickerungsanlage mehr benötige, legte Kummer dar.

Die erste Variante wird verworfen

Von der ursprünglich angedachten Lösung - einer Versickerungsanlage bei einem Anwesen am Riederweg (Hausnummer 17) - riet der Ingenieur dringend ab. Er sah die Gefahr zu groß, dass bei einem „Jahrhundertereignis“ - sprich einem außergewöhnlichen Starkregen - Wasser in die Gebäude am Riederweg eindringen könnte. Insbesondere das direkt anliegende Haus mit der Kellerterrasse sei gefährdet, warnte Kummer. Aus haftungsrechtlichen Gründen sei es deshalb nicht vertretbar, die Versickerungsanlage in der Nähe dieses Anwesens zu verwirklichen.

Der Gemeinde bleibt damit nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und gleich eine gemeinsame Versickerungsanlage für alle drei Straßen zu verwirklichen. Dadurch müssen allerdings im kommenden Haushaltsjahr rund 100.000 Euro mehr eingeplant werden. Nochmals 100.000 Euro mehr müssen in den Haushalt 2018 eingestellt werden, da die Gemeinde jetzt gleich die ersten zwei Bauabschnitte gemeinsam realisiert.

So viel kostet‘s

Der Planer hatte für den ersten Bauabschnitt insgesamt 539.000 Euro (Herstellkosten inklusive Nebenkosten und Lampen) veranschlagt, für den zweiten Bauabschnitt 127.000 Euro. Würden beide Bauabschnitte gemeinsam in Angriff genommen, könnten 22.000 Euro eingespart werden, rechnete Kummer vor. Die Entscheidung für die sofortige Ausführung beider Bauabschnitte war im Gemeinderat allerdings umstritten: Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler hatte Bedenken, da die Gemeinde ja irgendwie das Geld aufbringen müsse. „Das ist eine Mehrbelastung von insgesamt 200.000 Euro im Hauhaltsjahr 2018“, fasste sie die vorgezogenen Kosten für die gemeinsame Ausführung der ersten beiden Bauabschnitte sowie die Mehrbelastung durch die Versickerungsanlage zusammen. „Ich weiß nicht, wie wir das bewältigen sollen.“

Letztendlich sprach sich aber die Ratsmehrheit mit sieben zu drei Stimmen dafür aus, gleich die ersten beiden Bauabschnitte zusammen zu machen, das heißt die Straße bis Oberkante Bitukies (anstatt nur bis Oberkante Grobkies) fertigzustellen.

Bedenken kamen im Gemeinderat auf, da die gemeinsame Versickerunsanlage unter dem rege genutzten Sportplatz gebaut werden soll. Es wurde angeregt, lieber ein paar Bäume zu fällen und die Anlage etwas zu versetzen. Diesbezüglich sollen noch Gespräche mit dem Sportverein stattfinden. Der Baubeginn ist für Anfang März 2018 geplant, die Fertigstellung bis Juni nächsten Jahres. Einen früheren Beginn hielt der Ingenieur nicht für sinnvoll: „Die Firmen sind derzeit randvoll“, meinte Kummer. Es seien dann nur sehr wenige bzw. stark überhöhte Angebote zu erwarten.

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