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Landkreis Landsberg

17.01.2021

Das sagen CSU-Politiker aus dem Kreis Landsberg zu Laschet-Wahl

Der neue Parteivorsitzende Armin Laschet sitzt beim digitalen Bundesparteitag der CDU auf dem Podium.
Foto: Michael Kappeler/dpa

Plus Die CDU hat einen neuen Parteivorsitzenden. Wie CSU-Politiker aus dem Landkreis Landsberg die Wahl beurteilen.

In einem spannenden Kandidaten-Rennen hat sich Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gegen Friedrich Merz durchgesetzt. Der 59-Jährige ist der neue Parteivorsitzende der CDU. Wie wird seine Wahl in Bayern gesehen? Kann Laschet auch Kanzler oder sehen CSU-Politiker aus dem Landkreis lieber Markus Söder in dieser Rolle?

Michael Kießling hat den digitalen Parteitag von Berlin aus mit Spannung verfolgt. Der CSU-Bundestagsabgeordnete aus Landsberg kann sich vorstellen, dass Armin Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gut miteinander können. „Sie kennen sich ja aus dem Ministerrat.“ Schwierig könnte die Zusammenarbeit des neuen Parteivorsitzenden mit der Bundestagsfraktion werden. Denn anders als seine Vorgängerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe Laschet keinen Sitz im Bundestag. „Ich bin gespannt, wie sich das auswirkt.“

Bei der Kanzlerfrage spielt Kießling auf Zeit

Und wer soll Kanzlerkandidat werden? Bei dieser Frage spielt Michael Kießling auf Zeit. „Söder sagt ja, sein Platz ist in Bayern.“ Eine Entscheidung könne seiner Meinung nach erst nach den diesjährigen Landtagswahlen fallen. Wichtig sei auch, wie die Corona-Krise bewältigt werde und sich die Situation der Wirtschaft entwickle.

Für Wilhelm Böhm, den Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion, ist Armin Laschet ein durchaus geeigneter Kandidat, auch wenn er sich persönlich Friedrich Merz als Parteivorsitzenden gewünscht hätte. Für Laschet habe wohl den Ausschlag gegeben, dass er Erfahrung als Regierungschef habe.

Markus Söder und Armin Laschet (CDU bei einer Pause der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten.
Foto: Sven Hoppe

Auch in der Kanzlerfrage hat Wilhelm Böhm, der 18 Jahre Bürgermeister in Hurlach war, eine klare Meinung. „Die Chancen für Markus Söder sind so groß wie nie“, sagt er. Böhm ist nicht überzeugt, dass der Franke unbedingt in München bleiben will. Er habe derzeit deutschlandweit ein gutes Standing. Mit der Wahl Laschets seien Markus Söders Chancen sogar noch gestiegen, meint Wilhelm Böhm. „Friedrich Merz hätte einen Kanzlerkandidaten Söder nicht zugelassen.“

"Wichtig ist, wer als Kanzlerkandidat antritt"

Auch Harry Reitmeir, der Sprecher der CSU im Landsberger Stadtrat, hätte sich persönlich Friedrich Merz als Parteivorsitzenden gewünscht. „Ich halte ihn für stringenter.“ Merz stehe für einen Kurswechsel, Laschet eher für ein „Weiter so“ im Sinne von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er habe zwar den Parteitag und die Wahl des Vorsitzenden intensiv verfolgt, für die Bundestagswahl entscheidenden Charakter habe das Ergebnis seiner Meinung nach aber nicht.

„Wichtig ist, wer als Kanzlerkandidat antritt“, sagt Reitmeir. Und da ist er skeptisch, ob die rheinische Frohnatur Armin Laschet in allen Teilen Deutschlands gut ankommt. „Ich privat kann ihn mir nicht als Kanzler vorstellen.“ Und Markus Söder? „Ich weiß nicht, ob er sich das antun soll.“

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