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Landsberg

22.02.2021

Das sagt die Polizei zum Chaos in der Landsberger Innenstadt

Das erste Frühlingswochenende des Jahres lockte viele Menschen in die Landsberger Altstadt. Doch nicht überall wurden Abstandsregeln und Maskenpflicht eingehalten.
Bild: Thorsten Jordan

Tausende Besucher am ersten Frühlingswochenende und Verstöße gegen die Maskenpflicht: Nach angeblich zu laschen Kontrollen in der Landsberger Innenstadt äußern sich Polizei und Oberbürgermeisterin.

Hunderte Menschen – die meisten ohne Masken – tummelten sich am ersten Frühlingswochenende in der Landsberger Innenstadt beim Eisessen oder Kaffeetrinken. Die LT-Leser diskutierten auf unserer Facebook-Seite eifrig über die Bilder, auf denen viele Menschen zudem auf Abstandsregeln pfiffen. Viele User kritisieren das Vorgehen der Polizei. Warum wurde nicht mehr kontrolliert in der Innenstadt? Das LT hat nachgefragt.

„Das war ein bayern-, fast deutschlandweites Phänomen an diesem Wochenende – nicht nur in Landsberg“, sagt Anita Graf. Die Polizeihauptkommissarin ist derzeit stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion (PI) Landsberg und verweist darauf, dass sowohl mehrere Beamte und auch die Sicherheitswacht am Wochenende in der Innenstadt im Einsatz gewesen sei und die Maskenpflicht kontrolliert habe. Dabei seien ein hoher zweistelliger Bereich an Anzeigen geschrieben worden, weil sich Leute gegen über die in der Innenstadt geltende Maskenpflicht hinwegsetzten.

Rund um den Landsberger Campingplatz muss die Polizei Falschparker wegschicken

„Eine Ahndung aller Verstöße in der Innenstadt ist allerdings nicht möglich“, so Graf weiter. Das sei für die Polizei aus personaltechnischer Sicht gar nicht möglich. Zumal habe es am Sonntag weitere Einsätze gegeben, wie Unfälle mit Verletzten, und am Landsberger Campingplatz habe man wegen eines Parkchaos anrücken müssen. Dort hätten Hunderte Autos die Zufahrten für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge versperrt, während die Besitzer Erholung im nahe gelegenen Wildpark suchten. „Wir haben auch dort verstärkt die Situation im Blick“, kündigt Anita Graf an.

Das erste Frühlingswochenende des Jahres lockte viele Menschen in die Landsberger Altstadt. In der Von-Kühlmannstraße waren Parkplätze Mangelware.
Bild: Thorsten Jordan

Angesichts der stark frequentierten Plätze – am Peter-Dörfler-Weg ließen sich viele nicht nur das erste Eis des Jahres, sondern auch To-go-Getränke schmecken – äußert sich Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) besorgt. Nach dem langen Winter sei es sehr verständlich, dass die Menschen sich danach sehnen und den Aufenthalt in der Sonne genießen. „Wir befinden uns jedoch nach wie vor in der Pandemie und zu unserer aller Sicherheit gilt auf stark frequentierten Plätzen nach wie vor die Maskenpflicht. Darauf wird an allen Zugängen zur Altstadt hingewiesen“, heißt es in einer Pressemeldung, in der Baumgartl zitiert wird: „Ich habe sehr großes Verständnis dafür, dass man bei den ersten Sonnenstrahlen raus und einen Spaziergang in unserer schönen Altstadt unternehmen möchte. Dennoch brauchen wir – so schwer es fällt – noch etwas Geduld. Zu unserem eigenen Schutz und zum Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger können wir gegenwärtig auf die Maskenpflicht noch nicht verzichten.“

Die Leute sollen ihren Müll wieder mitnehmen

Und auch das Thema Müll spielt angesichts der Angebote der Gastronomen zum Mitnehmen eine Rolle. „Leider sind die städtischen Abfallbehälter dadurch innerhalb kurzer Zeit überfüllt und für alle ein unschöner Anblick. Das Team des Bauhofs ist sehr bestrebt, die Abfallbehälter regelmäßig zu leeren und unsere Stadt für uns alle sauber zu halten. Trotzdem bitten wir die Bürger, ihren Müll – wenn möglich – mitzunehmen und zu Hause zu entsorgen.“

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