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Landkreis Landsberg

07.05.2015

Das tragische Ende eines Traums

Die Kukturinitiative Egling-Huaschof intakt inszeniert das Stück „Von Mäusen und Menschen“.
Bild: Martin Wölzmüller

Die Kulturinitiative Egling-Huaschof-Intakt inszeniert „Von Mäusen und Menschen“. Das Stück stammt von einem berühmten Mann.

Auf der Bühne des Heinrichshofener Theaterstadels ist demnächst die bewegende Geschichte zweier mittelloser Landarbeiter im Kalifornien der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts zu sehen. Bei der Kulturinitiative Egling-Huaschof intakt proben derzeit 15 Spieler, Sänger, Musiker sowie ein großes Team vor, auf und hinter der Bühne für das Stück „Von Mäusen und Menschen“. Es ist die erste von heuer zwei Inszenierungen des Vereins: Beim traditionellen Sommertheater Ende Juli präsentieren die Huaschoffer Theaterleute einen Abend mit amüsant-satirischen Szenen von Herbert Rosendorfer.

Der Literaturnobelpreisträger John Steinbeck (1902 bis 1968) hat die Erzählung „Von Mäusen und Menschen“ als eindringliches Bild von Armut und rauhem Leben in Folge der Weltwirtschaftskrise gezeichnet. „Die sanfte Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist ein idealer Theaterstoff und lässt niemanden unberührt“, teilt die Kulturinitiative mit. Einfache Sprache, klare Charaktere und eine trotz des erschütternden Endes zutiefst menschliche Botschaft verleihen dem Stück eine sachte Zartheit.

Zum Inhalt: Alles, was George und Lennie ihr eigen nennen können, ist ihre Freundschaft und die Gewissheit, sich aufeinander verlassen zu können. Dabei sind die beiden Tagelöhner so verschieden, wie sie nur sein können: Der schlaue George (Thomas Bartl) kümmert sich mit ganzer Kraft um den bärenstark-gutmütigen, jedoch geistig zurückgebliebenen Lennie (Peter Marten). Beide träumen von der gemeinsamen Zukunft auf einer eigenen kleinen Farm, die ihnen nach unsteten Jahren auf der Straße ein Zuhause geben soll. George hat schon die finanzielle Kalkulation aufgestellt und ermittelt, wo eine solche Farm zu kaufen wäre. Lennie sehnt sich, weil er so gern Weiches berührt, nach den Kaninchen, die er dort züchten möchte.

Auf dem Landgut, auf dem sie ihre nächste Gelegenheitsarbeit antreten, lernen sie den Besitzer (Johann Sandmeir), dessen Sohn Curley (Sebastian Greulich) und die anderen Arbeiter (Johannes Rauschmeier, Markus Richter, Benedikt Muschaweck und Simon Wölzmüller) kennen.

Den verkrüppelten Candy, gespielt von Manfred Wörle, weihen sie in ihre Pläne ein, weil der mit seinen Ersparnissen zum Erwerb der eigenen Farm beitragen will. Allerdings beginnen schnell die Probleme: Der Roßpfleger Crooks (Fritz Kahnert) verängstigt Lennie mit seinen Schauergeschichten, der Raufbold Curley legt sich mit ihm an und wird dabei schwer verletzt. Curleys junge Frau (Daniela Metzger) kann mit Lennies naiver Art nicht umgehen und beschwört damit das tragische Ende der Geschichte herauf.

Die Aufführungen des Stücks „Von Mäusen und Menschen“ finden am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai sowie am 22. und 23. Mai, jeweils um 20 Uhr statt, an den Sonntagen 17. und 24. Mai jeweils um 18 Uhr. Gespielt wird im Bergwirtstadel in Heinrichshofen.

Kartenvorbestellung ist möglich unter der Telefonnummer 08206/1566 (täglich, außer montags ab 18 Uhr).

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