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Landsberg

28.02.2019

Das war der Lumpige Donnerstag in Landsberg

Partystimmung am Hellmairplatz. Laut Polizei kamen heuer aber weniger Narren nach Landsberg als zuletzt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Am Lumpigen Donnerstag herrscht wieder für einen Tag der Ausnahmezustand. Der Zustrom ist etwas schwächer als zuletzt. Ob es am Gaudiwurm liegt?

Endlich durften beim Lumpigen Donnerstag in Landsberg mal wieder die etwas knapper geschnittenen Kostüme aus dem Schrank: Fast schon sommerliches Wetter bot beste Bedingungen für den Landsberger Fasching und entsprechend heiß ging es auf den Straßen her. Allerdings: Trotz des schönen Wetters waren nach Schätzung der Polizei weniger Feiernde auf den Straßen unterwegs. Polizei-Vizechef Michael Strohmeier sprach am Nachmittag von rund 7000 Besuchern. Das seien etwas weniger als im Vorjahr und deutlich weniger als zu Spitzenzeiten mit 12.000 bis 13.000 Personen gewesen.

Es gab auch einen Zwischenfall: Lumpiger in Landsberg: Junger Mann stürzt einige Meter in die Tiefe

Zum Aufwärmen nach Landsberg

Trotzdem erwies sich der Lumpige Donnerstag nach wie vor als der Magnet zum Auftakt der tollen Tage – selbst für Besucher aus den wirklichen Faschingshochburgen in der Region. Sara, Tom und ihre Freunde von den Faschingsfreunden Türkheim-Bahnhof etwa kamen quasi zum Aufwärmen nach Landsberg. Ab Freitag sind sie dann mit ihrem Faschingswagen täglich bis zum Faschingsdienstag auf den Umzügen zwischen Allgäu und Donau unterwegs, erzählten sie. Und warum kamen sie nach Landsberg nur als Zuschauer? „Unser Wagen passt nicht durch das Tor in Landsberg.“

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So feiern die Narren am Lumpigen Donnerstag in Landsberg
Bild: Julian Leitenstorfer

Da sind wir wieder bei dem Reizthema des Landsberger Faschings. Nicht nur die Wagen, sondern auch der ganze Umzug kam recht übersichtlich daher. „Sehr kurz“ sei der Gaudiwurm gewesen, meinten zwei Besucherinnen im Zebra- und im Giraffenkostüm aus Egling. Da seien sie vom Schmiechener Umzug ganz anderes gewohnt. Und die Fußgruppen? Na, ja, die sehe man halt von weiter hinten nicht so gut, sagte der Hase aus Rott, der gleich neben den Eglingerinnen stand. Alle miteinander wollten nach dem Umzug zum Hellmairplatz und ins PaLLazzo auf der Waitzinger Wiese ziehen.

Am Hellmairplatz wird es eng

Aber kinder- und familienfreundlicher sollte der Landsberger Fasching daherkommen. Das LT fragte bei zwei Buben aus Igling nach. Ihre Gesichter und der Blick in ihre Taschen verrieten es schon: Gerade mal einen Goldtaler und zwei Bonbons bekam jeder ab. Immerhin brachte der Umzug etwas Bewegung in das Faschingstreiben, denn bei der Freiluft-Party am Hellmairplatz waren die Platzverhältnisse recht schnell ganz schön beengt. Da dürfte es auch ausgesprochen schüchternen Menschen nicht schwergefallen sein, anderen näherzukommen – so wie es halt im Fasching sein muss.

In der Herkomerstraße wurde es nach dem Umzug schnell ruhiger und der Menschenauflauf lichtete sich: Freie Bahn für Karl-Heinz Pflüger, der extra aus Mering zum Lumpigen Donnerstag gekommen war. Umzug, Maskerade und Party interessierten ihn weniger. Er hatte einen großen Seesack und viele Taschen dabei und sammelte die Pfandflaschen ein.

Ein paar Schlägereien

Die Zwischenbilanz der Polizei fiel am frühen Abend noch kurz aus. Abgesehen von ein paar Schlägereien habe es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben. Vorzeitig beendet war der Lumpige Donnerstag für einen 19-jährigen Fuchstaler, der zwei Polizeibeamte beleidigt hatte. Er wurde in Gewahrsam genommen. Ein Alkotest ergab bei ihm einen Promillewert von 2,6.

Das sagt LT-Redakteur Gerald Modlinger zum Gaudiwurm: Umzug am Lumpigen: Da ist noch viel Luft nach oben

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