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Landsberg

16.11.2013

Decke steht praktisch unter Wasser: Inselbad muss saniert werden

Das Inselbad war unter anderem Ort einer Besichtigung, an der Oberbürgermeister, Kämmerer, Stadträte und Vertreter der Stadtwerke teilnahmen. Unter die Lupe wurden Schäden genommen, die einer dringenden Sanierung bedürfen.
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Das Inselbad war unter anderem Ort einer Besichtigung, an der Oberbürgermeister, Kämmerer, Stadträte und Vertreter der Stadtwerke teilnahmen. Unter die Lupe wurden Schäden genommen, die einer dringenden Sanierung bedürfen.

Das Inselbad und die Lechgarage in Landsberg sind dringend sanierungsbedürftig. "Wenn nichts passiert, müssen wir in ein paar Jahren zusperren", heißt es seitens der Stadtwerke.

Das Nötigste ausbessern, umfangreich sanieren oder neu bauen? Antworten darauf müssen Stadtrat und Verwaltungsrat der Stadtwerke demnächst für das Inselbad finden. Ähnliches gilt für die Parkgarage in der Lechstraße, deren Fahrbelag und Stützen vom Salzwasser arg angegriffen sind und einer dringenden Sanierung bedürfen. Am Freitag besichtigten Oberbürgermeister, Kämmerer, Stadträte und Vertreter der Stadtwerke die schadhaften Stellen, um sich vor der Verwaltungsratssitzung am Mittwoch ein Bild zu machen.

Über Balkon und Terrasse dringt Regenwasser ein

Start des Rundgangs war das Schwimmerbecken im Inselbad. Die Fliesen am Rand, am sogenannten Beckenkopf, seien vor allem auf der Westseite hohl, wie Martin Michl von den Stadtwerken sagte. Wie viele im Frühjahr an allen Becken ausgebessert oder erneuert werden müssen, hänge von der Witterung ab. Häufige Wechsel von Frostperioden und wärmeren Tagen würden sich negativ auswirken. Für das nächste Jahr seien 25000 Euro für den Austausch der Fliesen im Wirtschaftsplan vorgesehen. Es könne aber auch mehr werden, denn der Vorrat der Fliesen gehe zur Neige.

Eine Gefahr für die Substanz des Hauptgebäudes gehe von der Balkonplatte aus, wie Helmut Mayer von den Stadtwerken sagte. Über Balkon und Terrasse dringe Regenwasser ein. „Die Decke über dem Erdgeschoss steht unter Wasser“, sagte er vor Ort. Das Regenwasser laufe tagelang nach, sodass es auch an trockenen Tagen von der Decke tropfe. „Wenn nichts passiert, müssen wir in ein paar Jahren zusperren“, sagte Mayer. Möglich wäre zunächst eine einfache Sanierung des Balkons für 85000 Euro – wenn keine Überraschungen auftreten.

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Risse in der Fahrbahn und abgeplatzter Putz an den Säulen sind die augenfälligsten Schäden in der Parkgarage in der Lechstraße. Verantwortlich für die Korrosion sei Chlorid, wie Eugen Imhof von den Stadtwerken sagte. Wie bei einem faulen Apfel müsse die gesamte Fläche nach schadhaften Stellen untersucht werden. Wie viel eine Sanierung kostet, war im Jahr 2012 in der Schloßberggarage deutlich geworden. Dort waren rund 300 Euro pro Quadratmeter fällig geworden, wie Helmut Mayer sagte.

Nicht warten, bis ein Deck geschlossen werden muss

Insgesamt haben beide Garagen laut Stadtwerkechef Norbert Köhler eine Fläche von fast 30000 Quadratmetern mit 965 Stellplätzen. Dringend saniert werden müssten drei Bereiche in der Lechstraße und zwei Decks in der Garage im Schloßberg. Dafür rechnen die Stadtwerke mit Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro. Über einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren könnten sich die Baumaßnahmen erstrecken. „Wir sollten nicht bis zum Tag X warten“, sagte Helmut Mayer. Denn dann müsste wohlmöglich ein Deck geschlossen werden. Schon jetzt seien in der Quartiersgarage, in der Dauerparker untergebracht sind, Parkplätze gesperrt worden.

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