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Landsberg

10.05.2020

Demo in Landsberg: "Masken sind ein Angst-Instrument der Regierung"

Eine Kundgebung gegen Maskenpflicht und Lockdown in der Corona-Krise hat am Samstag in Landsberg stattgefunden. Auf dem Hellmairplatz waren rund 200 Personen dabei.
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Eine Kundgebung gegen Maskenpflicht und Lockdown in der Corona-Krise hat am Samstag in Landsberg stattgefunden. Auf dem Hellmairplatz waren rund 200 Personen dabei.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Bei einer Kundgebung in Landsberg machen die Teilnehmer ihrem Unmut über Corona-Schutzmaßnahmen Luft. Einige von ihnen protestieren gegen Impfzwang.

„Wir sind keine Versuchskaninchen“ oder „Maskenpflicht ist Nötigung. Wir müssen Gesicht zeigen“ steht auf Pappschildern, Stoffbahnen oder den T-Shirts der Teilnehmer, die am Samstagmittag auf dem Georg-Hellmair-Platz gegen Corona-Schutzmaßnahmen demonstrierten. Die Teilnehmer sprachen sich auch gegen eine „Impfpflicht“ aus, wie aus einigen Transparenten hervorging.

Kleine rote Verkehrshütchen markierten, wo sich die angekündigten rund 50 Demonstranten aufstellen durften. Zu diesen Personen kamen nach Schätzungen weitere rund 150 Passanten und Schaulustige hinzu, die sich außerhalb der gekennzeichneten Flächen aufhielten.

Impfpflichtgegner demonstrierten in Landsberg für freie Impfentscheidung und gegen Maßnahmen wie die Mundschutzpflicht in Corona-Zeiten.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die meisten hielten sich an den Mindestabstand, andere wurden durch Durchsagen seitens der Organisatoren daran erinnert. Aufgerufen zu der vom Landratsamt Landsberg genehmigten Demonstration hatte das Bündnis Levana Landsberg. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von „Eltern für Impfaufklärung“. Die Demonstranten forderten eine „Rückkehr zum Grundgesetz“ und die „sofortige Beendigung der Shutdown-Maßnahmen in der Corona-Krise und den Stopp der Maskenpflicht“.

Die Demonstranten fühlen sich in die rechte Ecke gedrängt

Besonders die Verpflichtung zum Tragen von Masken sei ihrer Meinung nach ein Instrument der Regierung, die Angst in der Bevölkerung aufrechtzuhalten. „Anfangs galten die Masken sogar als Virenschleudern“, rief Tanja Heinrich aus Schwabmünchen den Zuhörern auf dem Platz zu. Sie könne nicht mehr nachvollziehen, welche Maßnahmen wann und wo gelten sollen. „Deutschland ist ein Flickenteppich an Maßnahmen“, sagte sie und zweifelte stark an der Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit so mancher Vorschrift. „Hat der Söder eigentlich selbst schon mal in einer Restaurantküche gearbeitet?“, fragte sie in die Menge. Kellnern und Köchen vorzuschreiben, sie müssten angesichts ihrer schweren körperlichen Arbeit Masken tragen, ist in ihren Augen ein untragbarer Zustand. „Werden Sportler aufgefordert, Masken zu tragen?“, so Heinrich.

Die Demonstranten fühlen sich eigenen Angaben zufolge „in die rechte Ecke gedrängt, mundtot gemacht und als Verschwörungstheoretiker abgestempelt“. Rund eineinhalb Stunden dauerte ihre Veranstaltung auf dem Hellmairplatz. Laut Polizei lief alles friedlich und ohne besondere Vorkommnisse ab. Der erforderliche Mindestabstand sei von den Personen größtenteils eingehalten worden. Ab 15 Uhr fand auf dem Landsberger Hauptplatz eine Kundgebung zum Thema „Grundgesetz (Artikel 1-20)/ keine Impfpflicht zum Schutz unserer und Ihrer Kinder“ statt. Daran nahmen laut Polizei zehn bis 15 Personen teil. (vaf/wimd)

Lesen Sie auch den Kommentar:Demo gegen Corona-Maßnahmen: Kein Platz für Theorien

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