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Konzert

22.10.2018

Den Blues im Blut

Martin Schmitt sorgte für gute Musik und viele Lacher.
Bild: Leitenstorfer

Gute Laune mit Pianist, Kabarettist und Wortakrobat Martin Schmitt

Für seine Fans, die ihn im ausverkauften Stadttheater jubelnd begrüßten, ist Martin Schmitt ein Garant für gute Laune und positive Stimmung. „Mei schauts ihr guat aus“, flirtete er mit ihnen. Auch er hatte jede Menge Spaß. Schließlich sei ihm sein Auftritt, unmittelbar nachdem die CSU in Bayern erstmals unter 40 Prozent rutschte, ein besonderes Vergnügen.

Für diese Feststellung bekomme er nicht in jedem bayerischen Ort Applaus, so Schmitt. Schöne Flügel gäbe es auch nicht überall, neulich bei einer Show im Bayerischen Wald, sei das Instrument zwar nicht gestimmt, aber dafür frisch gestrichen gewesen. An diesem zeigte Schmitt sich als wahrer Meister und legte los mit dem rasanten „Bottomland Boogie“, bei dem er mit passender Mimik über die Tasten fegte. Mit kleinen Geschichten voller klugem Wortwitz stellte er auch sein vor zwei Jahren erschienenes Büchlein vor, das er wie ein aus der Werbung bekanntes Müsli anpries.

Beim „Harlem Stride Piano- Jazz“ von Fats Waller legte der virtuose Entertainer seine Uhr ab: „Damit sie sich nicht aufführt wie bei einer U(h)raufführung“. Geistreiche Wortspiele fügten sich in einzigartiger Harmonie ins atemberaubende Musikgeschehen ein, mit Höhepunkten aus seinen Programmen „Schmitt“, „Aufbassn!“ und von „Kopf bis Blues“.

Schmitt kokettierte mit dem Publikum, hielt es stets bei sich, das wiederum amüsierte sich prächtig, wenn Weiblein und Männlein versuchten, getrennt oder miteinander die geforderten Refrains in allen vorgegebenen Stimmlagen wiederzugeben. Vor den Zugaben gab es noch eine sächsisch gesungene schräge Hommage an die Freunde in den neuen Bundesländern, die über andere Sachen lachen.

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