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Landsberg

21.04.2017

Den Schneefall werden sie vermissen

Nach drei Jahren Abschied aus Landsberg: (Von links) Schwester Tissy, Priorin Antonia und Schwester Jiji. 
Bild: Ludwig Herold

Die indischen Dominikanerinnen Tissy und Jiji kehren zurück in ihre Heimat. Neue Aufgaben warten schon.

Drei Jahre lang haben die indischen Schwestern Tissy und Jiji ihre Mitschwestern im Landsberger Dominikanerinnen-Kloster unterstützt. Doch nun heißt es Abschied nehmen. Dazu die Priorin Schwester Antonia: „Beide waren eine sehr große Bereicherung für uns und haben auch die Verbindung zu Mannarkad/Kerala vertieft, verlebendigt und erneuert.“

Nun aber warten in der indischen Gemeinschaft neue Aufgaben auf sie. Schwester Tissy unterrichtet künftig die Kinder an einer staatlichen Schule in Arabisch und Jiji in Biologie und Englisch. Bevor beide ihren Schuldienst in der indischen Heimat aufnehmen, dürften sie jedoch, so Schwester Antonia weiter, „ihre Familien besuchen und sich mit den Jahresexerzitien stärken“.

Auf Nachfrage bei den scheidenden Dominikanerinnen, wie sie Landsberg und die oberbayerische Region erlebt hätten, antwortete Schwester Tissy: „Es war sehr schön und ich habe die Zeit hier genossen.“ Dabei nennt sie die Wallfahrten nach Andechs ebenso wie den Besuch der Bischofstadt Augsburg, eine Dampferfahrt auf dem Ammersee, aber auch das offene Singen im Kloster. Und sie beschreibt die wohltuenden Begegnungen mit „vielen lieben Menschen“.

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Was sie jedoch besonders beeindruckt habe: „Hier ist alles gut organisiert und ordentlich.“ Aber auch der belebende Wechsel der Jahreszeiten habe sie jede Jahr aufs Neue fasziniert. „Ich habe mich immer wie neugeboren gefühlt. Besonders dann, wenn es geschneit hat. Ich liebe den Schnee und werde ihn sehr vermissen.“ Denn in Indien gibt es keinen Frühling, keinen Sommer, Herbst und auch keinen Winter. Und auch keinen Schnee. Schon deshalb werde sie oft an Landsberg denken und dabei auch an die harmonische Schwesterngemeinschaft, versichert Tissy. Genauso äußert sich Schwester Jiji: „Die Menschen sind hier so hilfreich“, schwärmt sie.

Was sie früher nicht kannte und im Landsberger Kloster schätzen gelernt habe, sei Freizeit. „Das ist ein schönes Geschenk“, betont Jiji und fügt hinzu: Ich bete und wünsche, dass es den Landsberger Schwestern immer gut geht und dass auch andere Mitschwestern aus Indien nach Deutschland kommen, um die gute Gemeinschaft kennenzulernen.

Dass beide Schwestern schweren Herzens ihre weite Reise nach Mannakad/Kerala antreten, war ihnen – auch ohne, dass sie es aussprachen mussten – deutlich anzumerken.

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