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Utting

20.08.2017

Den Wahlkreis erwandern

SPD-Bundestagskandidat wandert mit Freundin Kerstin Königbauer und Leiterwagen durch den Wahlkreis, hier sind sie in Utting unterwegs.
Bild: Stephanie Millonig

Der Bundestagskandidat der SPD, Christian Winklmeier, ist mit Freundin und Leiterwagen unterwegs und macht Haustürwahlkampf. Am Samstag war er in Utting.

Klingeln, warten und wenn die Haustür geöffnet wird, oder der Wohnungseigner über die Sprechfunkanlage antwortet, stellt sich der junge Mann im roten T-Shirt vor: „Hallo, ich bin Christian Winklmeier“ - der Bundestagskandidat der SPD macht Haustürwahlkampf in Utting. Das Besondere: Er befindet sich auf „Wakawa“, Wahlkampfwanderung, und geht mit Freundin Kerstin Königbauer von Ort zu Ort. Schlafsäcke, Anoraks und Flyer werden im Leiterwagen hinterhergezogen. Übernachtet wird bei Genossen, hier am Westufer bei Hannelore Baur im Dießener Ortsteil Pitzeshofen. 600 Kilometer – die Distanz Gilching-Berlin – will Winklmeier zurücklegen.

In Utting hat der 26-Jährige wenig Glück, zumeist bleiben die Sprechanlagen nach dem Klingeln stumm, die Türen zu. „Es ist Urlaubszeit.“ Die, die fort sind, bekommen aber einen Prospekt mit einer persönlichen Unterschrift in den Briefkasten. Ein Mann in Arbeitskleidung steht an seinem Haus – und blickt dann auch in den Prospekt, den Winklmeier ihm in die Hand drückt. Auch ein älterer Herr, der auf der Straße spaziert, fängt gleich zu blättern an. Eine inhaltliche Diskussion wollen sie nicht beginnen.

Auch Susanne Bulenda, selbst lange Jahre Gemeinde- und Kreisrätin für die Grünalternative Liste, will inhaltlich nicht diskutieren, findet es aber gut, dass der junge Mann auf diese Weise den Kontakt mit den Wählern sucht. „Mit den Leuten reden ist wichtig.“ In Utting kommt es zu keiner politischen Diskussion, der Zeitplan treibt Winklmeier und Königbauer weiter, schließlich gilt es noch die lange Strecke von Utting nach Dießen zu bewältigen.

In anderen Gemeinden gab es durchaus Diskussionen an der Haustür, wie Winklmeier erzählt. Er ist am Donnerstag in seiner Heimatgemeinde Gilching, wo er auch dem Gemeinderat angehört, gestartet und unter anderem über Weßling, Hechendorf und Inning nach Eching und Schondorf gewandert. Und abends fanden öffentliche Stammtische als weitere Möglichkeit der Kontaktaufnahme statt. Der Fluglärm von Oberpfaffenhofen, Gewerbegebiete oder die Debatte über den Klinikneubau in Seefeld waren Themen, wie er erzählt. Und alle Herausforderungen, die sich daraus ergeben, Einzugsgebiet von München zu sein. Schlechte Erfahrungen hat der junge Mann, der Volkswirtschaft (VWL) und Politikwissenschaft studiert hat und nun noch einen Master in VWL anhängt, keine gemacht. „Es gibt die, die nicht diskutieren, sondern sich nur auskotzen wollen“, sagt er, das sei aber nur ein Mal passiert. Grundsätzlich fänden es die meisten gut, wenn ein Kandidat zu ihnen komme, so sein Resümee. Am Sonntag geht es weiter nach Andechs, am Montag begleitet ihn der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Markus Rinderspacher, in Feldafing.

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