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Schwifting

24.11.2019

Dennis allein im Stroh: Das Schwiftinger Minischwein hat einen Namen

Das besitzerlose Minischwein, das bei Schwiftings Bürgermeister Georg Kaindl untergekommen ist, soll auf einen Gnadenhof.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Derzeit lebt das unbekannte Minischwein noch auf dem Kaindlhof in Schwifting. Jetzt könnte es eine Zukunft für "Dennis" an einem anderen Ort geben.

„Das Schweinchen ist quietschfidel und lässt sich mittlerweile auch streicheln.“ Seit dem 11. November kümmert sich der Schwiftinger Bürgermeister Georg Kaindl um ein Minischwein. Ein Bauhofmitarbeiter hatte es an diesem Tag eingefangen, nachdem Spaziergänger frei laufende kleine Schweine zwischen Schwifting und Pürgen entdeckt hatten. Jetzt wird langsam klar, wie es mit dem Tier weitergehen könnte.

Wie viele Schweine es wirklich waren und von wem sie stammen – das kann Georg Kaindl nicht sagen. Er geht mittlerweile von zwei Schweinen aus: dem Tier, das er aufgenommen hat, und einem schwarzen Minischwein, das offensichtlich bei einem Autounfall getötet wurde. Hinsichtlich der Herkunft der Schweine recherchiert laut Kaindl das Landsberger Veterinäramt. Georg Kaindl will das Tier nicht behalten und hat Kontakt zum Gnadenhof Aiderbichl in Iffeldorf aufgenommen. Eine Blutprobe wurde des Tiers schon getestet, demnach hat es keine Seuche wie die Schweinepest. „Ich muss aber noch eine Kotprobe einsenden“, sagt Kaindl. Er schätzt, dass er das Minischwein dann übernächste Woche nach Iffeldorf bringen kann.

Derzeit lebt "Dennis" in einem Viehhänger

Bis dahin lebt das kleine Schwein im Viehtransporter auf dem Kaindlhof und bekommt Getreideschrot und Apfelschnitze, aber auch mal Nudelreste zu futtern. Einen Namen hat er ihm noch nicht gegeben, schließlich verlässt das Tier bald den Hof.

„Dennis wäre passend“, meint Kaindl, ohne den Grund zu verraten. Mittlerweile hat der Schwiftinger Biobauer das Tier untersuch, es handelt sich um einen kastrierten Eber. Kaindl will das Tier nach Iffeldorf geben, da er schon Hunde und Katzen als Haustiere hält – neben den Kühen im Stall. So ein Schwein sei ein soziales Tier, das Artgenossen brauche. „Schweine streiten sich zwar ums Futter, aber wenn sie schlafen, kuscheln sie sich immer zusammen.“ Dennis hat im Augenblick niemanden zum Kuscheln, er liegt allein im Stroh.

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