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Der Ärger mit dem Sprit

Kommentar Von Dominic Wimmer
09.11.2018

Diesel im Benziner und umgekehrt: Mit den betroffenen Tankstellenkunden möchte man nicht tauschen. Dennoch sollte man das Vertrauen nicht verlieren.

Das ist einer der Albträume eines Autofahrers. Ein Moment der Unachtsamkeit an der Zapfsäule – und schon ist der falsche Sprit im Tank. Der unterschiedliche Durchmesser der Zapfpistolen verhindert zwar in aller Regel, dass man Diesel in einen Benziner tanken kann. Aber umgekehrt ist es durchaus möglich. Der Supergau ist natürlich, wenn Kunden nichts ahnend den falschen Kraftstoff tanken, weil der Lieferant Benzin und Diesel falsch eingefüllt hat. Wie das in Lengenfeld passieren konnte (Lesen Sie dazu: Tankpanne: Mittlerweile sind über 100 Fahrzeuge betroffen), ist sogar dem Tankstellenbetreiber unerklärlich. Eigentlich gibt es Sicherheitsmechanismen für Kraftstofflieferanten, wie zum Beispiel Magnetsensoren. Sie verhindern, dass Kraftstoff in einen falschen Tank fließt. Kam diese Technik in Lengenfeld nicht zum Einsatz?

Ein besseres Krisenmanagement wäre schön gewesen

Tankstellenbetreiber Markus Horn lässt die betroffenen Kunden nicht im Regen stehen und hilft mit, dass der entstandene Schaden schnell behoben wird. Allerdings hätte eine etwas aktivere Öffentlichkeitsarbeit in diesem Fall nicht geschadet. Ein bewusster Gang an die Medien oder Infos über digitale Wege direkt nach dem Fauxpas wären besser gewesen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die betroffenen Autofahrer keine langfristigen Schäden an ihren Wagen haben und dem Tankhof Lengenfeld trotzdem die Treue halten – und das Missgeschick ein Einzelfall bleibt.

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