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Landsberg

20.04.2017

Der „Bleifuß“ kommt teuer zu stehen

Der Blitz-Marathon registrierte vor Ort nur wenig Geschwindigkeitsübertretungen.
Foto: Thorsten Jordan

Blitz-Marathon der Polizei bringt weniger Beanstandungen. Dennoch wurde auch gerast.

Es war nicht ganz einfach für die Polizeibeamten, beim „24-Stunden-Blitzmarathon“ am gestrigen Mittwoch zuverlässige und auch belastbare Messwerte zu erzielen. Der fortwährende Schneefall erlaubte nur kürzere Messphasen, die zumindest in der Region Landsberg zu wenig Beanstandungen führten. Der schnellste Autofahrer wurde im Bereich der Messstelle an der ehemaligen Lechrainkaserne mit 128 Stundenkilometern gemessen. Erlaubt sind dort 100.

Hauptkommissar Franz Kreuzer ist daher mit der Bilanz zufrieden. „Wir hatten an mehreren Stellen, darunter zum Beispiel in Schwifting, Igling, Denklingen, Geltendorf, lediglich acht Beanstandungen“, wobei die im niedrigschwelligen Bereich lagen. Das kann allerdings genauso am schlechten Wetter mit Schneetreiben gelegen haben. Allerdings, und das hatte auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Vorfeld der Aktion immer wieder betont, ging es beim Blitz-Marathon ja nicht darum, abzukassieren, sondern für die Gefahren des Rasens zu sensibilisieren und besonders unverantwortlichen Autofahrern deren Verhalten deutlich vor Augen zu führen.

Insgesamt haben die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, zu denen auch Landsberg gehört, 23 249 Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kontrolliert. Dabei wurden 637 Verstöße gegen das jeweilige Tempolimit registriert. Das belegt, dass im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der überprüften Fahrzeuge höher, die der Beanstandungen gleichzeitig aber niedriger war. Daher kommen die Verantwortlichen zu dem doch erfreulichen Fazit: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben offenbar ganz bewusst auf die Einhaltung der Geschwindigkeit geachtet.

Natürlich gab es auch Ausreißer. Ein Mann aus Baden-Württemberg war zum Beispiel zwischen Ingolstadt und Neuburg mit 181 Stundenkilometern unterwegs, hätte aber nur 100 fahren dürfen. Der „Bleifuß“ kostet den 42-Jährigen in der Folge vermutlich 1200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

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