1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Der Fluss erzählt viele Geschichten

Landsberg

29.04.2016

Der Fluss erzählt viele Geschichten

Copy%20of%20_JOR9483.tif
2 Bilder
Museumsleiterin Sonia Fischer und ihr Team haben die lehrreiche Ausstellung, die sich auch für Schulen gut eignet, konzipiert und zusammengestellt.
Bild: Thorsten Jordan

Heute Abend ist Ausstellungseröffnung „So ein Lech!“ im Stadtmuseum.

 Er hat das Zeug zum heimlichen Star, Herbert, der überdimensionale Hechtkopf auf Landsbergs Flößerplatz. Er weist weithin sichtbar auf die neue Ausstellung „So ein Lech!“ im hochgelegenen Stadtmuseum hin, die heute Abend um 19 Uhr offiziell eröffnet wird.

Anders als die Ausstellung (Ende: 30. Oktober) wird sich Herbert allerdings nach sechs Monaten bereits wieder nach Österreich verabschieden und dann in der Engelhartszeller Donau-Welt, eine Art Lehr- und Erlebnispark, seine endgültige Heimat finden. Vor zwei Jahren hatte ihn Museums-Chefin Sonia Fischer in Linz entdeckt, als er für eine Ausstellung über die Donau warb, die sie sich ansehen wollte. „Da kam die Idee auf, so etwas nach Johnny Cash doch auch in der Lechstadt Landsberg anzubieten.“

Schließlich habe die Stadt eine sehr enge Beziehung zu ihrem Fluss, der ihren Alltag präge. Und die sei vielfältig wie kaum ein anderer Bereich. Zehn Themen an zehn Orten bieten Sonia Fischer und ihr Team im Erdgeschoss des Stadtmuseums an. Als Verbindung und gleichzeitig Ausstellungsfläche dient ein hölzerner „Lechsteg“, der sich von einem Ausstellungsraum zum nächsten schlängelt. „Es gibt so viele Geschichten, die eigentlich jeder mit dem Lech verbindet.“ Die Ausstellung verfolgt diese Geschichte von der Quelle des Flusses in Tirol bis zu dessen Mündung in die Donau. Nachzuvollziehen ist der Lechverlauf zum einen aus der Vogelperspektive, präsentiert durch Luftaufnahmen, die von einem Partner der Ausstellung angefertigt und zur Verfügung gestellt wurden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Es geht um die Städte am Fluss wie Augsburg, Lechbruck, Landsberg, Füssen, Schongau und viele andere mehr. Schüler der Montessori-Schule Inning führten Interviews – vom Stadtmuseum ermöglicht – mit Personen, die ihre persönlichen Geschichten zum Lech erzählen. In Ausschnitten können sie die Besucher nun direkt vor Ort nachhören.

Es geht aber auch um den Lech als Transportweg, hat doch die Flößerei einst in Landsberg einen großen Stellenwert. In der Hochzeit der Lechflößerei tummelten sich jährlich über 4000 Floße auf dem Fluss. Werkzeuge wie Stichel oder Axt, Leihgaben aus dem Flößermuseum Lechbruck, sind zu sehen wie auch Votivtafeln, die von Unglücken zum Beispiel am Augsburger Hochablass oder bei Landsberg erzählen.

Die Veränderungen, die der ursprüngliche Alpenfluss im Laufe der Zeit durch Aufstauungen, Kraftwerke oder Begradigungen hinnehmen musste, historische Karten und Pläne dazu sind ebenso zu sehen wie Sandsäcke zum Hochwasserschutz oder auch ein Kanu und Originalplakate etwa zur Kanu-WM 1972, für die ja einst der erste Wildwasserkanal Deutschlands gebaut wurde – direkt neben dem Lech.

„So ein Lech! Episoden und Stationen eines bayerischen Flusslaufs“ im Neuen Stadtmuseum. Dauer: 30. April bis 30. Oktober. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage von 11 bis 17 Uhr.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_JOR2505.tif
Stadl

Bürger kritisieren Kindergartenanbau

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen