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13.03.2009

Der Frauenwald liegt gut im Rennen

Landsberg Die Lebensmittelkette Edeka scheint dem Landsberger Frauenwald bereits wesentlich näher, als von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Gestern Abend bestätigte der für die Abteilung Expansion zuständige Prokurist Alois Eder gegenüber dem Landsberger Tagblatt: "Es gibt seit der Ablehnung des Standortes Kaufering durch den Landsberger Stadtrat konkrete und zielgerichtete Gespräche mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Stadtkämmerer Manfred Schilcher." Dabei sei man sich sehr nahe gekommen. Alois Eder sieht keine "unüberwindlichen Hindernisse" mehr, Oberbürgermeister Ingo Lehmann kann ebenfalls keine "Killerkriterien" ausmachen.

Bislang habe man jedoch Stillschweigen vereinbart. OB Lehmann: "Ich bin mit den Stadträten so verblieben, dass ich erst mit entsprechenden Vorlagen ins Gremium gehen werde, wenn alle Dinge abgeklärt sind." Das werde nun aber mit Hochdruck betrieben. Alois Eder: "Jetzt wird die Zahl der Gespräche zunehmen." In den nächsten Wochen und Monaten werden nun auch notwendige Gutachten erstellt, um den Standort im Frauenwald exakt zu durchleuchten. Es gelte, Fragen zu möglichen Verkehrsströmen zu klären und vor allem die zu erwartenden Lärmkontingente auszuloten.

Weitere Entwicklungen im Frauenwald nicht blockieren

Dies sind entscheidende Punkte für Ingo Lehmann: "Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, dass wir durch Edeka unser Lärmkontingent für den Frauenwald aufbrauchen und weitere Entwicklungen dort blockieren." Dabei werde man auch nicht vom Status quo ausgehen, sondern zum Beispiel mit berücksichtigen, dass der Bund das im Frauenwald befindliche Areal der Welfenkaserne irgendwann einmal in absehbarer Zeit an die Stadt Landsberg zurückgeben werde.

Der Frauenwald liegt gut im Rennen

Alois Eder ist zufrieden mit den bisherigen Gesprächen, die er mit Lehmann und Schilcher geführt hat. Er glaubt, auch aufgrund seiner 25-jährigen Erfahrung als Planer bei Edeka, eine "gewisse positive Grundhaltung" der Stadträte gegenüber Edekas Ansiedlungswünschen zu erkennen und sieht keine unüberwindlichen Hindernisse mehr. Zudem interpretiert er die Tatsache positiv, dass Edeka bereits vor zwei Jahren mit der Stadt Landsberg über das Areal verhandelt habe und sich eigentlich einig war: "Damals konnte uns OB Lehmann nur noch nicht die geforderte Größe in Aussicht stellen." Inzwischen ist jedoch ein weiterer Teil im Frauenwald gerodet, sodass ein Regionallager bis im Jahr 2011 dort entstehen könnte, die Fläche jedoch auch ausreichend sei für die Erweiterung zum Zentrallager: "Dies käme dann nach weiteren acht bis zehn Jahren in Betracht."

Unverständnis über weitere Kauferinger Pläne

Für die jüngst erfolgten Planspiele des bisherigen Gesprächspartners Dr. Klaus Bühler, dem Bürgermeister der Marktgemeinde Kaufering, hat er kaum Verständnis: "Wir haben Herrn Bühler schon vor einiger Zeit gesagt, dass eine Diskussion über Verlegungen von Bahngleisen für uns nicht zielführend ist." Dass die Pläne noch in dieser Woche weiterverfolgt wurden, kann Eder nicht nachvollziehen: "Dr. Bühler zeigt damit einen Hang zum Unrealistischen." Überall, wo die Bahn in solchen Projekten involviert sei, müsse man lange Verzögerungen einplanen. Es sei aber klar kommuniziert worden, dass der Zeitfaktor für Edeka eine große Rolle spiele.

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