Landsberg

30.09.2015

Der Gott der Träume

Präsentieren ihr neues Stück, die Gruppe „Randerscheinungen“, Angelika Engl, Norbert und Nadine Waldmann, Markus Schaumann, Regina Kläger, Christine Wachsmuth, Max von Theben und Nikita Janson.
Bild: Daniel Müller

Randerscheinungen Theatergruppe präsentiert das Stück von Max von Theben

Eine satirische Komödie über vier Frauen, vier Leben und vier Jahrzehnte präsentiert die Theatergruppe „Randerscheinungen“ ab November im Landsberger Stadttheater. Zu sehen ist „Der Gott der Träume“ am 5., 6., 7., 8. und 11. November.

Das Projekt „Randerscheinungen“ unter der Leitung von Maximilian Huber machte im vergangenen Jahr schon mit dem Theaterstück „Der verdorbene Apfel“ von sich reden. „Randerscheinungen“ ist ein Kunstprojekt, das sich die Thematisierung und Integration von Randgruppen durch Theater, Film und Ausstellungen zur Aufgabe gemacht hat.

Frauenfreundschaften sind unter anderem das Thema des vielschichtigen Stücks. Die früheren Freundinnen Marzella, Paola, Hannah und Pezi haben sich aus den Augen verloren. Nach 40 langen Jahren treffen sie sich zu einem gemeinsamen Wochenende. Die Versuche, sich gegenseitig tolle Frauen vorzuspielen, scheitern jämmerlich, stattdessen wird scharf geschossen und gestritten, bis die Fetzen fliegen. Werden sie die Wahrheit übereinander erfahren und vor allem: Warum hat Marzella nach vierzig Jahren zu diesem garstigen Kaffeekranz eingeladen? Die Dialoge der Frauen sind boshaft, wenn sie sich um Macht, Anerkennung und Bestätigung zanken. Können sie trotzdem zueinanderfinden?

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Sie teilen neben ihrer Leidenschaft zu psychotropen Substanzen (Drogen und Medikamente) auch ihre Träume: die Träume von einem besseren Leben und einer längst vergangenen Zeit. Es spielen: Dr. Regina Kläger, Christine Wachsmuth, Angelika Engl, Nikita Janson sowie Norbert und Nadine Waldmann. Regie führen Max von Theben und Markus Schaumann, Autor des Stücks ist Max von Theben, hinter dessen Pseudonym Maximilian Huber steckt. Er schrieb sein drittes Stück in den letzten beiden Jahren. Die Idee von vier Freundinnen, die sich trennen und wieder zueinander finden, entstand bereits 2012. Auf einer Reise quer durch Kolumbien stellte er in diesem Jahr sein Werk fertig.

Es geht um Träume, diesmal um die Lebensträume von vier ehemaligen Freundinnen, die sich nach 40 Jahren wiedersehen. In einem furiosen satirischen Showdown und unter Einsatz von reichlich Gift und Galle reißen sich die Damen die gesellschaftlichen Masken vom Gesicht und entblößen dabei sich selbst und die Frauenbilder unserer Zeit.

„Die Charaktere sind beeinflusst von der Temperamentenlehre. Die Figuren sind aber keineswegs stur in Melancholikerin, Cholerikerin, Sanguinikerin und Phlegmatikerin kategorisiert“, so Huber. Das war der ursprüngliche Gedanke, jedoch fand es der Autor interessanter, wenn sich diese Persönlichkeitstypen in jeder einzelnen Frau widerspiegeln und eine Eigendynamik entwickeln. (lua)

Karten für die Vorstellungen gibt es im Stadttheater Landsberg 08191/128333) und im Reisebüro Vivell 08191/917412.

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