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Dießen

16.08.2018

Der Grundstein für die Sozialwohnungen in Neudießen ist gelegt

Architekt Alexander Pfletscher, Regierungsdirektorin Doris Schmidt-Hammer und Bürgermeister Herbert Kirsch (von links) griffen bei der Grundsteinlegung in der Von-Eichendorff-Straße gemeinsam zur Kelle.
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Architekt Alexander Pfletscher, Regierungsdirektorin Doris Schmidt-Hammer und Bürgermeister Herbert Kirsch (von links) griffen bei der Grundsteinlegung in der Von-Eichendorff-Straße gemeinsam zur Kelle.
Foto: Uschi Nagl

Meilenstein für das Sozialbauprojekt in der Von-Eichendorff-Straße: 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen. Kommt ein ähnlicher Bau in der Schützenstraße?

Wie auf Bestellung schaute die Sonne hinter grauen Regenwolken hervor, als Bürgermeister Herbert Kirsch gemeinsam mit Projektleiter Gustav Arnold die Zeitkapsel zur Grundsteinlegung für 18 Wohnungen im sozialen Wohnungsbau an der Von-Eichendorff-Straße befüllte. Zu der Feierstunde in der zukünftigen Tiefgarage des Gebäudes waren neben Gemeinderatsmitgliedern und Mitarbeitern der Verwaltung auch die Architekten Alexander Pfletscher sowie Regierungsdirektorin Doris Schmid-Hammer.

2016/17 seien die entscheidenden Beschlüsse für das Projekt gefallen. Ganz besonders freue ihn die Akzeptanz in der unmittelbaren Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit. Es hätte keine Unterschriftenlisten oder Bürgerinitiativen gegen den sozialen Wohnungsbau gegeben. „Keiner hat uns Steine in den Weg gelegt. Dafür bedanke ich mich ganz besonders bei den Anliegern“, betonte Kirsch. „Nun stehen wir auf der neuen Bodenplatte.“ Mit dem Bauvorhaben werde man die Wohnungsnot zwar nicht beseitigen, aber doch wohl lindern können.

Die Wohnanlage kostet rund 5,6 Millionen Euro

Bislang seien Aufträge in Höhe von 3,3 Millionen Euro vergeben worden. Die Gemeinde rechne mit Gesamtkosten von 5,6 Millionen Euro. Die Konjunktur brumme, so Kirsch, und der Freistaat könne auch bei steigenden Preisen seine Fördersätze einhalten. „Wir können uns den sozialen Wohnungsbau leisten“, so das Fazit des Bürgermeisters. Architekt Alexander Pfletscher aus München ging in seiner kurzen Würdigung auf die Grundzüge der Planung ein. Der Neubau mit seinen 18 barrierefreien Wohnungen, die „wie Zwillinge“ in zwei Häusern aufgeteilt und mit einem Treppenhaus verbunden seien, füge sich ein und vermittle zwischen den Mehrfamilienhäusern im Norden und den Einfamilienhäusern im Süden. Benachbart zu den bestehenden Hausgärten sollen auch Anwohnergärten entstehen.

Im Frühjahr 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen können

Gemeinschaftliche Freiflächen, ein Fahrradhaus, ein Kinderspielplatz und ein Bewohnertreff sollen das soziale Miteinander in der neuen Wohnanlage fördern. Aus der oberen Etage werde man sogar auf den See schauen können. Mit der Grundsteinlegung, so der Architekt, beginne nun eine neue Phase: „Aus Plänen werden Häuser.“ Der soziale Wohnungsbau an der Von-Eichendorff-Straße sei eine der ersten Wohnanlagen, die von der Regierung von Oberbayern im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderprogramms gefördert werden, betonte Doris Schmid-Hammer. Das Programm biete den Gemeinden mit einem Zuschuss von 30 Prozent und einem zinsgünstigen Darlehen von bis zu 60 Prozent große Gestaltungspielräume für den spezifischen Bedarf. 500.000 neue Wohnungen sollen in den nächsten Jahren errichtet werden. Wegen der großen Resonanz habe die Staatsregierung das Förderprogramm mit jährlichen Mitteln von 150 Millionen Euro bis 2025 verlängert.

Der Markt Dießen habe frühzeitig erkannt, dass mit diesem Förderprogramm zu einigermaßen günstigen Konditionen bezahlbarer Wohnraum für Familien, Alleinerziehende, Singles und Senioren geschaffen werden kann. Schon im Frühjahr 2016 hätten intensive Planungs- und Finanzierungsgespräche mit der Regierung von Oberbayern begonnen, so Schmid-Hammer. Für den Bau der 18 barrierefreien Wohnungen erhalte der Markt Dießen nun einen Zuschuss von über zwei Millionen Euro.

Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern

Es werde Hunderte von Jahren dauern, bis die Zeitkapsel, die schließlich von Schmid-Hammer, Pfletscher und Kirsch in einer kleinen Aussparung in der Bodenplatte unmittelbar unter der zukünftigen Treppe zur Tiefgarage eingespachtelt wurde, wieder das Licht der Welt erblicke, meinte der Bürgermeister. In der wasserdichten, verschraubten Kapsel befinden sich, neben den Planungsunterlagen unter anderem eine Sonderprägung einer Zwei-Euro-Münze mit dem Porträt von Helmuth Schmidt sowie das Protokoll der Markgemeinderatsitzung vom 18. April 2016, in der sich das Gremium mit 23:1 Stimmen für den sozialen Wohnungsbau ausgesprochen hatte.

„Unser Ziel ist es nun, dass die Bewohner noch in dieser Legislaturperiode, also im Frühjahr 2020, einziehen können“. Außerdem gehe er davon aus, so Kirsch mit Blick auf den jüngsten Grundstückserwerb der Gemeinde an der Schützenstraße (ehemaliger Gasthof Drei Rosen), dass die Gemeinde vor 2025 erneut bei der Regierung von Oberbayern wegen einem weiteren Zuschuss zum sozialen Wohnungsbau vorsprechen werde.

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