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Jubiläumsturnier

17.06.2009

Der Jugendtraum eines Prinzen geht weiter

Foto: Ralf Lienert

Es begann alles vor 30 Jahren mit einem schwarzen Handschuh und einer Handvoll Engländer, die mit einem Flohmarkt als Rahmenprogramm auf einer Wiese unterhalb von Schloss Kaltenberg "aufeinander einschlugen". Von Dieter Schöndorfer

Von Dieter Schöndorfer

Kaltenberg. Es begann alles vor 30 Jahren mit einem schwarzen Handschuh und einer Handvoll Engländer, die mit einem Flohmarkt als Rahmenprogramm auf einer Wiese unterhalb von Schloss Kaltenberg "aufeinander einschlugen".

Es sollte ein einmaliges Ereignis bleiben, doch eigentlich war der 15. Juni 1980 die Geburtsstunde dessen, was heute als Kaltenberger Ritterspiele zum Besten gehört, was dieses Genre international anzubieten hat.

Prinz Luitpold von Bayern, der damals mit seiner Gemahlin Prinzessin Beatrix hoch zu Ross auf den Turnierplatz, eine profane Wiese, einritt, knüpft daher auch an diese denkwürdige Premiere an: Er wird am Freitag, 3. Juli, nicht wie in den Jahren zuvor, zu Fuß die Arena betreten, sondern das Jubiläumsturnier im Geleit seiner Ritter vom "Streitross" aus eröffnen.

Der Jugendtraum eines Prinzen geht weiter

Was als Jugendtraum des Wittelbachers Luitpold begonnen hat, entwickelte sich also zu einer der größten und bekanntesten Mittelalterveranstaltungen überhaupt. So passierten in drei Jahrzehnten immerhin über 2,3 Millionen Besucher an den Juliwochenenden das große Tor zu Schloss Kaltenberg. Rund 81 000 Darsteller, Musiker und Händler präsentierten dabei ihre Kunst und Fertigkeiten, entstanden nach Vorbildern in einer längst vergangenen Epoche, die sicher allerdings einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreut.

So wuchsen auch mit den Jahrzehnten Gelände, Arena, Mittelaltermarkt und - die Ansprüche, die das königliche Paar an Mitwirkende und Organisationsteam stellen. Es wird nichts dem Zufall überlassen, so viel war dem "Perfektionisten" Luitpold von Bayern schon nach den ersten Jahren klar: "Es gab noch so viel Improvisiertes."

Gelände wächst noch einmal um 4000 Quadratmeter

Diesem Anspruch geschuldet entstand zum Beispiel 1985 die große Arena, 70 Meter lang, 30 Meter breit, mit nahezu 10 000 Sitzplätzen und seit Kurzem mit einer mächtigen Adelsloge. Getreu dem Motto "Stillstand ist Rückschritt" wird auch im 30. Jahr der Kaltenberger Ritterspiele weitergebaut und weiterentwickelt.

So wächst das Gelände im südlichen Bereich noch einmal um 4000 auf nun rund 140 000 Quadratmeter an. Der Kinderbereich wird vergrößert und eine neue "historische" Gerberei wird während der Festwochen vor den Augen der Besucher entstehen.

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