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Kaufering

02.11.2020

Der Kauferinger Arzt Rolf Kron zeigt den Hitlergruß

Der Kauferinger Arzt Rolf Kron hat bei einer Demo in Lindau den Hitlergruß gezeigt. Unser Archivfoto zeigt ihn auf einer Kundgebung vor wenigen Wochen in Landsberg.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Neuer Ärger für den Kauferinger Arzt Rolf Kron. Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Lindau zeigt er den Hitlergruß. Was ihm jetzt droht.

Nach den Vorfällen bei Corona-Kundgebungen in Berlin und München droht Rolf Kron nun neuer Ärger. In einem Video ist deutlich zu erkennen, wie der Kauferinger Arzt während einer Corona-Kundgebung der Initiative „Klardenken Schwaben“ in Lindau den Hitlergruß zeigt. Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft.

„Maske tragen ist nur dazu da, die Menschen zu spalten“, sagt Rolf Kron zu Beginn des halbminütigen Clips, der in den Sozialen Medien die Runde macht und einen Ausschnitt seiner Rede während der Demo zeigt. Anschließend zieht der Mediziner einen Vergleich zur Zeit des Nationalsozialismus: „Der Hitlergruß von damals – das heißt einfach nur Mitmachen, sich nicht die Blöße geben, anders zu denken. Aus Angst, diffamiert zu werden.“ Demonstrativ streckt er dabei einige Sekunden den rechten Arm mit flacher Hand schräg in die Höhe.

In Deutschland ist das Zeigen des Hitlergrußes verboten. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Tatverdächtigen eingeleitet, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf LT-Nachfrage bestätigt: „Der Vorfall wurde uns zuvor von verschiedenen Personen gemeldet.“ Mittlerweile sei der Vorgang an die Staatsanwaltschaft Kempten weitergeleitet worden. Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen kann nach Paragraf 86a des Strafgesetzbuchs eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen.

Schon in München und Berlin gab es Ärger für den Impfkritiker aus Kaufering

In den vergangenen Monaten stand Rolf Kron wiederholt in den Schlagzeilen. Zunächst sorgte ein Video des Kauferinger Arztes während einer „Querdenken“-Demo in Berlin für Aufsehen. Mit seinem Sohn auf den Schultern kam er einem Polizisten zu nahe und wurde von dem Beamten zweimal zurückgestoßen. Im Internet wurde der Vorwurf laut, Kron habe seinen Sohn als „menschliches Schutzschild“ benutzt. Sogar das Landsberger Jugendamt schaltete sich ein.

Während einer Kundgebung in München im September wurde Kron von der Polizei in Gewahrsam genommen. Zuvor soll er in der Landeshauptstadt falsche Atteste ausgestellt haben, die von der Maskenpflicht befreien. Die Kriminalpolizei nahm anschließend Ermittlungen auf.

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