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Hofstetten

27.06.2019

Der Kindergarten in Hofstetten braucht mehr Platz

Der Kindergarten in Hofstetten ist zu klein. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren sollen einige Kinder in der benachbarten Schule (rechts) untergebracht werden.
Bild: Frauke Vangierdegom

Weil in Bayern Eltern mehr Mitsprache bei der Einschulung haben, muss Hofstetten schnell handeln. Warum die Vorschulkinder schon ab September in die Schule gehen.

Der neue Einschulungskorridor zum Schuljahr 2019/2020 bringt die Gemeinde Hofstetten in Zugzwang. Weil Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, ab sofort noch ein Jahr länger in den Kindergarten gehen dürfen, reichen die verfügbaren Plätze im BRK-Kindergarten neben der Schule nicht mehr aus. Fünf Eltern hätten sich aufgrund der Neuregelung entschlossen ihre Sprösslinge erst im nächsten Jahr zur Schule zu schicken, sagt Bürgermeister Benedikt Berchtold auf Nachfrage des Landsberger Tagblatts.

Vier Kinder auf der Warteliste

Damit fehlen Plätze für vier Kinder, die sich auf der Kindergarten-Warteliste befinden. Eile sei geboten in Hofstetten, denn bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres müssen neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Zunächst habe man über die Aufstellung von Containern nachgedacht, ähnlich wie in der Gemeinde Weil. „Wir haben uns ein Angebot schicken lassen, das aber letztlich viel zu teuer für uns ist“, so Berchtold. Denn die Kosten für eine zweijährige Miete liegen bei 90000 bis 100000 Euro. „Für das Geld können wir ja schon fast etwas bauen“, so Berchtold.

In enger Abstimmung mit dem Jugendamt wurde jetzt eine andere Übergangslösung gefunden: Im ehemaligen Physikraum der unmittelbar an den Kindergarten angrenzenden Schule soll für die kommenden zwei Jahre eine Vorschul-Gruppe untergebracht werden. „Der Raum wird von der Schule zur Zeit nicht genutzt und bietet sich daher an“, sagt Rathauschef Berchtold. Bis zu 15000 Euro aber werde auch diese Übergangslösung kosten, denn der Raum müsse schallgedämmt und entsprechend eingerichtet werden. Auch im Treppenhaus und im Gang zum Physikraum seien Schallschutzmaßnahmen nötig. Soweit so gut: Eine Hürde aber gilt es noch zu nehmen bis September. Die Suche nach einem sogenannten Intensiv-Raum ist laut Berchtold nämlich noch nicht abgeschlossen.

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Mit der Arbeit nicht getan

Läuft alles nach Plan werden im Herbst in Hofstetten 79 Kinder einen Kindergarten-Platz haben, aufgeteilt in eine Vorschul-Gruppe, eine Regelgruppe, eine Gruppe für unter Dreijährige und eine Krippengruppe. Damit aber ist die Arbeit für Benedikt Berchtold und seinen Gemeinderat nicht getan. Denn bis spätestens 2021 muss der Kindergarten erweitert werden. Entweder mit einem An- oder einem Neubau. „Das überlassen wir dem Architekten. Platz für eine Vergrößerung haben wir genug“, sagt Berchtold, der allerdings die Fertigstellung des Projektes in die Hände seines Nachfolgers legen wird. Bekanntlich steht er für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister nicht mehr zur Verfügung.

„In den letzten Jahren sind bei uns die Geburten massiv nach oben gegangen“, freut sich Berchtold und betont, dass es keinen Zusammenhang mit der Ausweisung großer neuer Baugebiete gebe. „Wir haben nur ein kleines Baugebiet neu erschlossen, in dem die Gemeinde grade mal acht Grundstücke verkauft hat.“ Und dort seien „nur“ vier Kinder geboren worden, weiß der Bürgermeister von rund 1900 Hofstettener Bürgern.

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