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Landsberg

17.01.2019

Der Kunstrasen im Landsberger Sportzentrum ist gesperrt

Nicht nur optisch war der Kunstrasenplatz im Landsberger Sportzentrum in einem bedenklichen Zustand. Nach einem Gutachten hat die Stadt Landsberg den Platz ab sofort gesperrt.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Blaue Flecken, blutende Schrammen: Der Kunstrasen im Sportzentrum Landsberg ist eine gefährliche Angelegenheit. Die Stadt reagiert - und stellt die Sportvereine vor ein Problem.

Die Footballer des Landsberg X-Press stehen vor einem großen Problem: Wo sollen sie sich auf die kommende Regionalligasaison vorbereiten? Denn der Kunstrasenplatz im Landsberger Sportzentrum ist ab sofort gesperrt. Die Stadt Landsberg hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses empfiehlt, den in die Jahre gekommenen und stark beschädigten Platz umgehend zu schließen, da er sehr unfallträchtig sei, teilte Anton Sirch, der Leiter des städtischen Raum- und Eventmanagements, am Donnerstag mit. Doch nicht nur die Footballer sind von der Sperrung betroffen: Auch mehrere Fußballvereine aus dem Landkreis hatten den Platz bereits für Testspiele gemietet. Ihnen wurde laut Stadt bereits abgesagt.

Wann der Platz überhaupt wieder genutzt werden kann, steht nicht fest. „Frühestens Ende des Jahres“, teilte Andreas Létang, Pressesprecher der Stadt, mit. Zuerst müsste der Stadtrat eine Entscheidung treffen. Denn neben dem Kunstrasenplatz in diesem Jahr war auch eine Sanierung des Allwetterplatzes im Jahr 2020 vorgesehen. Nun stelle sich die Frage, ob der Allwetterplatz vorgezogen und beide Plätze in einem Schritt saniert werden sollen.

Die Footballer müssen sich unbedingt im Freien vorbereiten

Die Footballer des X-Press wollten ab Februar wieder auf dem Kunstrasenfeld trainieren. „Wir müssen raus, denn in der Halle können wir zum Beispiel keine langen Pässe trainieren“, sagt Harald Göbel, Zweiter Vorsitzender beim X-Press. Anfang April beginnt bereits die Saison. Und dann steht der X-Press vor einem weiteren Problem: „Im Stadion wurde eine Bewässerung eingebaut“, sagt Göbel. Dem Verein sei mitgeteilt worden, dass man im Februar einen Rollrasen verlege, und so hatten die Footballer ihr erstes Heimspiel erst auf Mitte Mai terminiert.

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Doch dann kam es anders: „Das Stadion wurde mit Grassamen angesät, da durch die Arbeiten für die Beregnungsanlage mit Senkungen in der Fläche zu rechnen ist“, teilte Andreas Létang mit. „Diese Senkungen können mit dem angesäten Rasen besser ausgeglichen werden. Zum anderen sind die Kosten für den Rollrasen deutlich höher.“ Dass unter diesen Umständen der Heimspieltermin Mitte Mai gehalten werden kann, hält Harald Göbel für äußerst unwahrscheinlich.

Wo können die Fußballklubs in Zukunft trainieren?

Die Sperrung des Kunstrasens ist aber auch für die Fußballer eine Hiobsbotschaft. Türkspor Landsberg, das seine Punktspiele in der B-Klasse auch auf dem Platz austrägt, unterstütze man bei der Suche für eine alternative Spielfläche, so Létang. Doch auch für die Trainingseinheiten müssen Alternativen gefunden werden.

Auch der TSV Landsberg – trotz 3C-Sportpark – ist beispielsweise massiv von der Sperrung betroffen, wie Jugendleiter Stefan Drischberger sagt. „Für uns ist das ein massives Problem, denn eigentlich hatten wir den Platz für die Jugendmannschaften gebucht.“ Bislang, so Drischberger, sei der Platz von den Mitarbeitern des Sportzentrums immer sehr schnell vom Schnee geräumt worden „und sobald er eisfrei war, haben wir dort trainiert“. Außerdem diente er als Ausweichplatz, falls der Nebenplatz nicht bespielbar war.

Mit insgesamt sieben Mannschaften von der A- bis zur D-Jugend wollten die Landsberger dort die Vorbereitung auf die Punktrunde durchführen. „Jetzt müssen wir hoffen, dass unsere Plätze im 3C-Sportpark bald bespielbar sind, was aber sicher nicht vor Mitte, Ende März der Fall sein wird, und dann beginnt schon die Saison“, so Drischberger. Was den Jugendleiter des TSV Landsberg besonders ärgert: „Aus meiner Sicht hat hier die Politik versagt.“ Denn der schlechte Zustand des Kunstrasenfelds sei schließlich bekannt gewesen.

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