Newsticker

Mit Ausnahme der Kanaren: Spanien ist nun Risikogebiet
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Der Landrat lädt zur großen MVV-Konferenz

31.08.2007

Der Landrat lädt zur großen MVV-Konferenz

Landsberg Wer am Bahnhof in Kaufering ein Zugticket nach München kauft, der zahlt 9,60 Euro für die zweite Klasse. Es geht auch billiger: Wer zuerst nur für die Strecke nach Geltendorf bezahlt und dort ein Ticket des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) erwirbt, spart ganze zehn Cent. Einzelfahrer können den Tarifdschungel noch einigermaßen überblicken. Wer aber regelmäßig als Pendler oder in einer Gruppe unterwegs ist, für den gibt es einen Wirrwarr an Tarifkombinationen - mit enormen Preisunterschieden.

Den Politikern im Landkreis ist das Tarif-Durcheinander schon lange ein Dorn im Auge. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie man die Region an den Münchner Verkehrsverbund anschließen könnte. Gescheitert ist das bisher auch an hohen Kosten: Rund 2,5 Millionen Euro müsste der Kreis jährlich an den MVV zahlen. Hinter der Summe stecken vor allem Ausgleichszahlungen an die Bahn AG, die dann fällig werden würden.

Mit dem MVV-Ticket bis nach Eichstätt und Rosenheim?

Nun will Landrat Walter Eichner ( CSU) einen neuen Vorstoß starten, um den MVV-Anschluss voran zu bringen. Er plant ein großes Treffen: Oberbürgermeister und Landräte aus fast ganz Oberbayern sollen sich am 25. Oktober in Landsberg versammeln, dazu kommen Fachleute von Behörden, der Bahn und vom ADAC. Ziel des Treffens: Es soll darüber diskutiert werden, wie der MVV ausgeweitet werden könnte. Eichner träumt von einer großen Lösung: Im Idealfall, so hofft er, kann man künftig mit einem MVV-Ticket bis nach Eichstätt, Rosenheim oder Garmisch fahren. Der Landrat setzt darauf, dass viele Kreise und Städte nun an einem Strang ziehen. So würde der Druck auf die Stadt München und die bayerische Staatsregierung wachsen, sich an den Kosten für eine MVV-Ausweitung zu beteiligen. "Schließlich haben auch Münchner, die am Wochenende zu uns rausfahren dann Vorteile", sagt Eichner. "Ich hoffe sehr, dass der Freistaat finanziell einsteigt."

Der Landrat lädt zur großen MVV-Konferenz

Derzeit bewegt sich allerdings wenig im zuständigen Wirtschaftsministerium. Entscheidungen werden wohl erst fallen, wenn klar ist, ob Minister Erwin Huber auch in der Zeit nach Stoiber noch Chef des Ministeriums bleibt. Insider sprechen von einer "gewissen Lähmung". Huber selbst hat sich kürzlich bei einem Auftritt in Utting zum Thema geäußert. Die Verbesserung des Nahverkehrs sei eine "harte Nuss", sagte er - das deutet eher darauf hin, dass man sich wohl noch etwas gedulden muss mit Landsbergs MVV-Anschluss.

Im Oktober 2006 hatte Landrat Eichner im LT-Interview noch gesagt: "Es sollte meines Erachtens möglich sein, noch im Laufe des nächsten Jahres mit einer Fahrkarte - und nicht mit mehreren - nach München zu fahren." So schnell wird das einheitliche Ticket nun doch nicht kommen. Dennoch verspricht sich das Landratsamt viel von der Konferenz am 25. Oktober. "Solche ein große Runde, die über den MVV spricht, hat es noch nicht gegeben", sagt Sprecher Wolfgang Müller. "Wir werden viel Kaffee kochen müssen." "Diese Woche

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren