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Landsberg

20.01.2019

Der Oberbürgermeister und die Liebe zur Kultur

Mathias Neuner beim im Jahr 2018 Ball der Filmemacher mit seiner Frau Renate und Snowdance-Schirmherrn Götz Otto.
Bild: Julian Leitenstorfer

In den vergangenen sieben Jahren hat Mathias Neuner neue Vorlieben entwickelt. Er freut sich auf die neuen Baugebiete sowie die Lechbrücke in Landsberg.

Der Landsberger Oberbürgermeister ist ein Familienmensch. Seine Frau und seine Kinder begleiten ihn oft zu Terminen. Die Neuners gehen – das muss man als Stadtoberhaupt – viel zu kulturellen Events, ob nun zur landsberger bühne, zum Kneipenfestival Nightgroove oder zum Filmfestival Snowdance. Allerdings scheinen diese Termine für Mathias Neuner viel mehr als die Absolvierung eines Pflichtprogramms zu sein. Sie machen ihm sichtbar Spaß.

Baugebiete, Verkehrsberuhigung und viele Neubürger. Die Stadt steht vor großen Herausforderungen. Neuner setzt dabei auch darauf, dass die Stadt in Sachen Kultur stets viel für die Bürger zu bieten hat. Vor allem die unabhängigen Filmemacher rund um den Regisseur und Filmemacher Tom Bohn haben es ihm angetan. Hier wird Mathias Neuner auch gleich vor bekannten Schauspielern wie Heinz Hoenig, Max Tidof und Götz Otto als „Special Guest“ im Programm angekündigt. Das Festival startet am Samstag, 26. Januar.

Mehr zum Filmfestival Snowdance: Gegen den sexuellen Missbrauch am Filmset

Mathias Neuner hat diese Liebe zur Kultur während seiner siebenjährigen Amtszeit immer mehr gezeigt. „Ich finde, Landsberg ist eine Kulturstadt, und was hier stattfindet, ist einfach toll“, sagt er. So wird er auch bei der Eröffnung des Snowdance Independent Film Festivals wieder mit dabei sein. „Heuer ist die Stadt Landsberg nicht nur aus der beobachtenden Warte mit dabei, sondern bringt sich selbst mit Ideen und Sachverstand aus dem Bereich Kultur mit ein“, so Neuner. Landsberg am Lech und Snowdance seien zu einem Begriff verschmolzen, der auch in Zukunft über den Kreis der Filmschaffenden hinaus die Bedeutung des ungeförderten Films transportieren soll.

Neuner will noch mal antreten

OB Neuner traf sich vor Kurzem mit dem LT zu einem Jahresrück- und -ausblick, in dem die wichtigsten Themen in der Stadt angesprochen wurden. Der 52 Jahre alte Neuner hat viele Themen in seiner Agenda. Es wird in jeder Hinsicht ein spannendes Jahr in Landsberg. Die Entwicklung der Stadt schreitet voran. Große Baugebiete und auch die Infrastruktur beschäftigen deshalb den Landsberger OB – weshalb er es bei der nächsten Kommunalwahl 2020 auch noch einmal wissen will. „Es steht so viel an, was wir gerade auf den Weg bringen, und ich will diese Verwirklichung natürlich auch weiter kommunalpolitisch begleiten.“ 2020 will er also wieder für die CSU als OB-Kandidat antreten, vorausgesetzt er wird von seinem Ortsverband nominiert.

Als wichtige Projekte, die der Stadtrat angegangen hat, sieht Neuner den Neubau der Lechbrücke, die Stärkung der Innenstadt und eine Entlastung in Sachen Verkehr. Letzteres ist ein Reizthema für viele, doch Neuner sieht hier im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Landsberg 2035 in Sachen Verkehr die Lösung weniger bei den Autos, sondern beim Rad und dem Bus. „Wir müssen uns überlegen, ob manche Familien wirklich drei und sechs Autos brauchen? Ist das in der Innenstadt notwendig? Ich denke nicht. Bei uns gibt es nur ein Auto für alle.“ Man könne in Landsberg viel mit dem Rad oder zu Fuß machen. Mathias Neuner freute sich über das breite bürgerschaftliche Engagement, mit dem die Landsberger die Entscheidungen des Stadtrates begleiteten oder auch mit beeinflussten. „Bei wichtigen Entscheidungen ist es auch wichtig, im Auftrag vieler zu handeln.“

Dringend Wohnraum schaffen

Man müsse nun die neue Tiefgarage in Verbindung mit dem neuen Jugendzentrum schnell umsetzen, und er habe sich über all diese Beschlüsse, die zukunftsweisend in Landsberg sein werden, sehr gefreut. „Wir müssen dringend Wohnraum schaffen, deshalb sind die Baugebiete in der Staufenstraße und am Reischer Talweg so enorm wichtig“, sagt der 52-Jährige.

Sein emotionalster Moment in 2018? „Ich wurde in der Bürgerversammlung in Landsberg von ehemaligen Nachbarn und Freunden aus der Staufenstraße massiv persönlich angegriffen, das hat mich schwer getroffen und war ein negatives emotionales Erlebnis.“ Er verstehe nicht, wie Menschen, die auch einmal neu nach Landsberg gekommen sind, so massiv gegen einen Zuzug in ihren Wohngebieten sein können. Man müsse doch nicht gleich auf die Barrikaden gehen, sondern eine gemeinsame Lösung finden.

Einigkeit im Stadtrat

2019 freue er sich sehr auf die neue Lechbrücke. „Ich denke, sie wird die Verkehrswege in Landsberg entscheidend beeinflussen und ist optisch ein großer Gewinn.“ Im vergangenen Jahr habe er auch ein sehr positives Erlebnis gehabt. Es betrifft den Zusammenhalt im Stadtrat. „Ich denke, es ist ein gutes Zeichen, dass die Stadträte wieder den Haushalt einstimmig beschlossen haben. Wenn es ernst wird, halten wir halt zusammen“, sagt Neuner. Er versuche stets, zügig Entscheidungen herbeizuführen und ausgleichend zu wirken, auch „wenn ich manchmal ein wenig zu schnell bin mit meinen Antworten“. Seine Pressestelle schimpfe ihn deshalb das eine oder andere Mal. „Aber ich bin halt spontan.“

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