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05.05.2010

Der Orgeldienst bestimmt den Lebensrhythmus

Schwabhausen Mit einem festlichen Dankgottesdienst feierte die Kirchengemeinde Schwabhausen das 50-jährige Jubiläum ihrer Organistin Josefine Welz in der prächtig renovierten Pfarrkirche Heilig Kreuz. "Wir wollen Gott danken, dass er uns fünf Jahrzehnte die musikalische Begleitung der Gottesdienste durch das feine Spiel unserer Organistin hat zuteilwerden lassen", eröffnete Pater Arnold das Hochamt. Eingeschlossen in die Fürbitten der Gemeinde und als Zeichen des Dankes mit einer Dankurkunde und der Goldenen Ehrennadel des Musikkirchenamtes sowie einem prächtigen Blumenstrauß ausgezeichnet, würdigten die Gläubigen das Wirken ihrer Organistin.

Die Jubilarin an der Orgel, ihre beiden ehemaligen Musikschüler, Franziska und Johannes Weißenbach sowie Andrea Schade an der Querflöte, gestalteten einen würdigen Jubiläumsgottesdienst mit Werken von Bach, Mendelssohn und Buxtehude. Bereits im Alter von 13 Jahren hat Josefine Welz mit dem Orgelspielen begonnen. Schon drei Jahre später wirkte sie als Organistin in Heilig Kreuz. "Anfangs war es nicht einfach, ich habe stundenlang in der Kirche geübt und die Erfolge kamen nur zaghaft." Aber Pater Zeno aus St. Ottilien, ihr Förderer und Mentor, habe ihr in den Anfangsjahren immer wieder Mut gemacht und sie behutsam an die Aufgabe herangeführt. Waren es anfangs vor allem Roraten und Andachten, die sie musikalisch begleitete, hat sie nach dem Abschluss der C-Kirchenmusikerprüfung am Leopold Mozart-Konservatorium in Augsburg auch Orchestermessen gespielt. Als Erfüllung und Höhepunkt ihres musikalischen Wirkens empfindet sie das alljährliche Patrozinium in "ihrer Kirche". Das ist es auch, was Kirchenpfleger Willi Drexl an Josefine Welz schätzt. "Sie ist nicht nur eine zuverlässige und treue Organistin, sie ist im Glauben verwurzelt und lebt gewissermaßen in der Liturgie."

Bis heute als Musiklehrerin tätig

Ihre Liebe zur Musik hat Josefine Welz später zum Beruf gemacht und 25 Jahre an verschiedenen Schulen als Fachlehrerin für Musik, Handarbeit, Werken und EDV unterrichtet. Auch jetzt im Ruhestand fährt sie wöchentlich nach München-Laim, um an einer Berufsfachschule stundenweise Musikunterricht zu geben. Neben dem Amt als Organistin hat Welz lange Jahre die Fachbücherei des Michaelbundes betreut und den Kirchenchor in Schwabhausen geleitet. Dieses Engagement hat auch ihr privates Leben stark beeinflusst. Denn als man zur Aufführung einer Haydnmesse dringend Männerstimmen suchte, sang ein junger Tenor namens Franz vor, mit dem sie seither ihr Leben teilt.

"Im Laufe der Jahre habe ich in den Landkreisen Landsberg und Fürstenfeldbruck an über 30 Orgeln gespielt und war daneben 20 Jahre Organistin in Klosterlechfeld", rundet Josefine Welz ihren Wirkungskreis ab. Auch für ihre Nachfolge in Schwabhausen hat sie selbst gesorgt und führt die Geschwister Franziska und Johannes Weißenbach heran. "Ich habe im Orgelspiel meine Passion gefunden." (hewa)

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