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Benefizveranstaltung

24.05.2011

Der Orient trifft in Asch auf Mexiko

Bunt, vielseitig und ausgefallen: „Los Machetes“ zeigten mexikanische Tänze und Kleidung.
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Bunt, vielseitig und ausgefallen: „Los Machetes“ zeigten mexikanische Tänze und Kleidung.

Fatamorgana und Los Machetes tanzen zugunsten der Kartei der Not

Asch „Tue Gutes und lass es krachen dafür!“ Nach diesem Grundsatz handelten Andrea Müller und ihre Bauchtanzgruppe Fatamorgana. Die Erpftinger Tanzpädagogin studierte gemeinsam mit ihren Bauchtänzerinnen ein Programm ein, erweiterte es um die Münchner Folkloretanzgruppe „Los Machetes“ und wurde auf der Suche nach Räumlichkeiten in Asch fündig. Der Auftritt war, wie Andrea Müller verriet, gleichzeitig ein nachträgliches Fest zu ihrem Geburtstag ein paar Tage vorher. Schöner Nebeneffekt des bunten Tanzabends: Der gesamte Erlös von 200 Euro geht als Spende an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Zuschauer konnten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – fröhliche Unterhaltung genießen und in Not geratene Menschen unterstützen. Schade nur, dass so wenige Leute diese Möglichkeit nutzten und viele Stühle im Haus der Begegnung in Asch leer blieben. Der Auftrittsfreude der beiden Gruppen tat dies keinen Abbruch, sie entführten abwechselnd in die geheimnisvolle Welt des Orients und das fröhlich-laute Treiben der vielen mexikanischen Volksgruppen. Conférencier Karl-Heinz Müller führte durch ein Programm, das gegensätzlicher nicht hätte sein können. Den Auftakt machten Los Machetes mit schweißtreibenden Tänzen in Originalkostümen. Mit dabei ein Machetentanz, bei dem die Männer ihre zwei riesigen Macheten unter den Füßen ihrer Damen durchschwingen – ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, bei dem schon mal das Blut floss, wie die Tänzer erzählten.

Schleiertanz und Trommelsolo

Der Orient trifft in Asch auf Mexiko

Mit einem Satz ging es in die östliche Hemisphäre, zu den verschleierten Frauen des Orients. Moderater Einstieg in die Welt der bunten Flatterröcke und funkelnden Pailletten war Bill Ramseys „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ und Bauchtanz nach Popmusik. Mit Schleiertanz und Trommelsolo tauchten die Damen dann ein in die Mentalität des Nahen Ostens. Die „Mexikaner“ schickten die Zuschauer in die Pause, den zweiten Teil eröffneten die Bauchtänzerinnen mit einem „Orient-Crossover“. Sie tanzten einerseits zu traditioneller Musik, schwangen ihre Hüften aber auch zu einer Nightwish-Version der Titelmelodie aus dem „Phantom der Oper“ und zu einem spanischen „Arabic Flamenco“. Vanessa Müller präsentierte einen „Doll-Dance“ als Solonummer.

Wie vielseitig und ausgefallen die ursprünglichen mexikanischen Volksgruppen sich kleiden, das führten Los Machetes in einer Modenschau vor. Karl-Heinz Müller erläuterte die Teile und Accessoires der Tracht, die Träger führten dafür typischen, kurzen Tanz auf. Der Abend endete in einer fröhlichen Zusammenführung von Ost und West auf der kleinen Bühne des Saals in Asch.

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