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Penzing

07.06.2019

Der Penzinger Steffen Weinert präsentiert seinen neuen Film

"Das Leben meiner Tochter" Film von Steffen Weinert am Samstag im Cineplex
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"Das Leben meiner Tochter" Film von Steffen Weinert am Samstag im Cineplex
Bild: camino Film

Der in Berlin lebende Weinert hat sich mit einem ernsten Thema beschäftigt. Dabei geht es um ein Wettrennen mit der Zeit.

Derin Berlin lebende ehemalige Penzinger Steffen Weinert kehrt in mit seinem aktuellen Film in die alte Heimat zurück. Sein neuer Film „Das Leben meiner Tochter“ ist am Samstag, 8. Juni, ab 19.30 Uhr im Cineplex Penzing zu sehen.

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Kontakt zu Organhändlern

In dem Film geht es um die achtjährige Jana, die dringend ein Spenderherz benötigt. Es beginnt ein Wettrennen mit der Zeit, dem sich vor allem Janas Vater Micha Farber unterwirft. Er ist es auch, dessen Geduld nach einem Jahr Warten zu Ende geht und auch das Vertrauen in die Ärzteschaft schwindet. Micha sucht trotz aller Warnungen, gegen jede Vernunft und auch gegen den Willen seiner Frau Natalie, den Kontakt zu einem Organhändler.

Eine erste Filmrolle

In den Hauptrollen sind neben der neunjährigen Maggie Valentina Salomon als Jana, Christoph Bach (Vater Micha) und Alwara Höfels (Mutter Natalie) zu sehen. Für Maggie ist es die erste Filmrolle, Christoph Bach spielte unter Anderem den Rudi Dutschke im gleichnamigen Film und ist Teil der Krankenhausserie Charité. Alwara Höfels war unter anderem in Keinohrhasen und Frau Müller muss weg! zu sehen.

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Ein moderner Homo Faber

„Micha Faber ist für mich ein moderner Nachfahre Homo Faber, einer Figur des Schweizer Schriftstellers Max Frisch“, sagt Regisseur Steffen Weinert über den Vater. Dieser sei der festen Überzeugung, dass jedes Problem lösbar ist. Im Film soll eine größtmögliche Identifikation mit ihm erreicht werden, weshalb die Geschichte fast ausschließlich aus der Perspektive des Vaters erzählt ist. „Über wie viele moralische und ethische Grenzen sind wir bereit zu gehen, um das Leben unseres Kindes zu retten?“ Die Ergründung dieses Aspektes habe ihn bei dem Projekt am meisten interessiert, sagt der Regisseur.

Der zweite Langfilm von Weinert

Um die Geschichte möglichst authentisch zu erzählen, habe er viel recherchiert, vor allem über Organhandel. Er habe sich aber auch in medizinische Details eingearbeitet. Auf die Frage, was Kinobesucher aus dem Film mitnehmen sollen, meint Steffen Weinert, er hoffe, dass es für diese in erster Linie ein emotionales Erlebnis ist. „Wenn dann auch noch über die behandelten Themen nachgedacht wird – umso besser.“ Er selbst habe einen Organspendeausweis „und ich bin für die Einführung der Widerspruchslösung“.

„Das Leben meiner Tochter“ ist nach „Finn und der Weg zum Himmel“ (2012) der zweite Langfilm von Steffen Weinert. Der 43-Jährige ist freier Drehbuch- und Romanautor. Sein aktuelles Buch „Läuft bei uns“ ist im Februar erschienen. Nächstes, bereits in Arbeit befindliches Projekt ist die Verfilmung des Erstromans „Die Netten schlafen allein“ mit Kostja Ullmann („Mein Blinddate mit dem Leben“) in der Hauptrolle.

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