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Landsberg

12.08.2019

Der Porsche: Ein Auto, das seine Fahrer besonders fordert

Ein Unfall mit einem spektakulären Sportwagen hat sich nahe des Kreisverkehrs im Landsberger Westen auf der B 17 ereignet.
Bild: Feuerwehr Landsberg

Plus Die Polizei weist nach dem Porsche-Unfall auf der Bundesstraße 17 Spekulationen über Rennen zurück. Bei dem Unfallauto handelt es sich um einen Sportwagen der Extraklasse. 

Ein Auto kommt ins Schleudern, dann überschlägt es sich: Eigentlich kein besonders spektakulärer Verkehrsunfall, der sich am Samstagnachmittag auf der Bundesstraße 17 unmittelbar nach dem Kreisel im Landsberger Westen ereignet hat. Wäre es nicht ein ganz besonderes Auto gewesen, das dabei zu Schrott gefahren wurde: Ein Porsche GT 3RS 4.0, eine ab 2011 hergestellte Sonderserie, die auf 600 Stück limitiert war.

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Die Polizei hat keine Hinweise auf weitere Beteiligte

Wenn ein solches Auto in einen Unfall verwickelt ist, kommen gleich auch Spekulationen auf: Ein User stellte auf der Facebook-Seite des LT in den Raum, dass der Porsche-Fahrer vor dem Unfall von einem anderen Wagen geschnitten wurde. Ein anderer warf die Frage auf, ob der Fahrer an einem Rennen teilgenommen hatte, weil er in der Nähe des Unfallorts auch noch „eine AMG A-Klasse und noch so eine Schleuder“ gesehen habe.

Hinweise auf weitere Beteiligte habe die Polizei jedoch nicht, erklärte am Montagvormittag der kommissarische Leiter der Landsberger Inspektion, Michael Strohmeier. „Wir gehen von einem Fahrfehler aus“, fasst er den derzeitigen Ermittlungsstand zusammen. Entweder sei falsch gelenkt, falsch Gas gegeben oder falsch gebremst worden. Möglicherweise könnte auch eine Rolle gespielt haben, dass die Fahrbahn regenfeucht gewesen sei – und der Wagen sei mit sehr breiten Reifen ausgestattet gewesen. Der Fahrer, ein 23-jähriger Mann aus Landsberg, habe kurz nachdem er von der A96 über den Kreisverkehr auf die B17 gewechselt war in Fahrtrichtung Augsburg die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Dieser kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich anschließend.

Der Porsche: Ein Auto, das seine Fahrer besonders fordert

Bei 310 Stundenkilometern ist Schluss

Bei dem Unfallfahrzeug handelt es sich um eine Porsche-Sonderserie: Der Motor des heckangetriebenen Fahrzeugs leistet 500 PS und beschleunigt den Wagen laut Hersteller in 3,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Der Sportwagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 Stundenkilometern. Das Fahrzeug kam für 178.596 Euro (für die Grundausstattung) auf den Markt.

Grundsätzlich, so Strohmeier, kann ein solches Auto von jedem Führerscheininhaber gefahren werden. Allerdings: „Ich würde ein solches Fahrzeug nur fahren, wenn ich eine Rennlizenz B oder C hätte.“ Solche Zusatzqualifikationen erlauben die Teilnahme an Rennen. Und bei Regen, meint Strohmeier, würde er überhaupt nicht in einem solchen Sportwagen fahren.

Was ein Profi über das Auto sagte

Der Rallye-Fahrer Walter Röhrl drückte 2011 im Spiegel die Ansprüche an das fahrerische Können eines GT 3RS-Piloten so aus: „Erst durch das elektronische Stabilitätssystem ist so ein Auto für eine breitere Kundenschicht überhaupt beherrschbar geworden.“ Außerdem sei die Elektronik so nah am Limit programmiert, dass sie erst eingreife, wenn die meisten Fahrer bereits ernste Probleme bekämen.

Mehr zum Thema lesen Sie: Unfall mit Porsche: Das wird richtig teuer

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