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Kaltenberg

10.01.2020

Der Prinz und die Ritterschwemme

Prinz Heinrich von Bayern holt die Ritterschwemme nach 35 Jahren mit Pächtern wieder in den Familienbetrieb zurück.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Heinrich Prinz von Bayern übernimmt die Ritterschwemme auf Schloss Kaltenberg. Bislang war die Gaststätte 35 Jahre lang verpachtet.

Derzeit herrscht nach Außen Winterruhe auf Schloss Kaltenberg, die heuer noch stiller als sonst ausfällt. Denn seit dem Jahresende stehen die Besucher der Ritterschwemme vor verschlossenen Türen. Das soll aber nicht lange so bleiben.

Die Ritterschwemme erlebt einen Umbruch

Die Ritterschwemme, ganzjährige Gastronomie auf Schloss Kaltenberg, erlebt einen Umbruch. Erstmals, seit Pächter im Jahr 1985 das Lokal übernahmen, kehrt es in die Hände der Familie von Bayern zurück. Derzeit wird renoviert und umgebaut. Zum Starkbieranstich am 29. Februar soll dann die neue Ritterschwemme den Gastbetrieb offiziell wieder aufnehmen.

Eigentlich ist das Gasthaus ja die Keimzelle des Kaltenberger Ritterturniers. Das Turnier veranstaltete Prinz Luitpold von Bayern vor 35 Jahren eigentlich nur, um die Eröffnung der neugebauten Ritterschwemme zu bewerben. Die Veranstaltung hat den Gastrobetrieb inzwischen längst überflügelt, jetzt soll die Schwemme wieder ins Gesamtkonzept auf Schloss Kaltenberg integriert werden.

Der Vertrag mit dem bisherigen Pächter lief aus

Der Zeitpunkt schien für die Hausherren richtig. Denn Ende vergangenen Jahres lief der Vertrag mit Pächter Mahmut Geric aus. Heinrich von Bayern: „Mahmut Geric wird aber dem Haus erhalten bleiben.“ Er soll künftig dem Brauereigasthof der hauseigenen König-Ludwig-Brauerei in Fürstenfeldbruck neues Leben einhauchen. Dass die königliche Familie die Ritterschwemme nach über drei Jahrzehnten nun wieder selbst betreiben möchte, hat gleich mehrere Gründe. Prinz Heinrich war im Jahr 2013 auf Schloss Kaltenberg mit der Aufgabenstellung angetreten: „Wie bekommt man einen Standort so in den Griff, dass er sich selbst trägt.“

Alle Angebote kommen nun aus einer Hand

Sein Ansatz: Er möchte alle Angebote auf Schloss Kaltenberg aus einer Hand anbieten – ob Ritterturnier, Biergarten, Weihnachtsmarkt oder die zahlreichen Firmenevents. Dazu kommen Gastveranstaltungen, wie etwa das „Military Tattoo“ oder das Puls-Festival. Die Ritterschwemme soll dabei so etwas wie die Gastro-Zentrale werden. In Zukunft sollen zum Küchenchef künftig zwei Köche, ein Service-Chef, zwei Mitarbeiter und ein neues Management die Arbeit aufnehmen. Angeführt wird das Team zunächst vom ehemaligen Wirt von Kloster Andechs, Alexander Urban. Dabei legen der Prinz und Urban Wert auf biologisch angebaute Produkte und auf Tierwohl: Der angebotene Fisch kommt aus dem nahen Ammersee, das Fleisch aus der Region.

Pünktlich zum Starkbieranstich am 29. Februar auf Schloss Kaltenberg geht's wieder los. Zuvor wird es ein 14-tägiges Soft-Opening geben.

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