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16.08.2007

Der Rohbau wird ausgeschrieben

Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Kaltenberg ist einen Schritt näher gerückt. In der jüngsten Sitzung hat der Geltendorfer Gemeinderat Architekt Josef Lutzenberger beauftragt, Ausschreibungen für den Rohbau, das heißt für Erd- und Baumeisterarbeiten, Zimmerer und Dachdecker zu machen. Auch die Fenster sollen vor dem Winter noch gesetzt werden.

Zuvor war noch einmal heftig über die Kosten debattiert worden, die sich schlussendlich bei 350 000 Euro bewegen dürften. Die Entscheidung fiel 14:4. Im Haushalt sind für heuer 200 000 Euro eingestellt.

Knackpunkt in der Diskussion war eine Deckelung der Kosten auf 270 000 Euro, die die Gemeinderäte nichtöffentlich beschlossen hatten. Offensichtlich war aber nicht klar definiert worden, ob die Gemeinderäte die Bausumme oder die Gesamtkosten auf 270 000 Euro beschränkt haben wollten. Zur Bausumme eines Gebäude kommen noch Nebenkosten wie beispielsweise das Architektenhonorar, die Kosten für die Statik und die Prüfstatik, Innenausstattung, Außenanlagen und Erschließung hinzu. Einbezogen ist hier auch noch nicht der Kaufpreis für das Grundstück westlich der Walleshauser Straße, welches die Gemeinde von Luitpold Prinz von Bayern abgekauft hat.

Lutzenberger, der den Bau nicht geplant, aber jetzt mit der Kostenschätzung nach Leistungsverzeichnis beauftragt worden war, kommt auf eine Bausumme von 310 000 Euro, wovon 40 000 Euro an Zuschüssen abgehen. Die Gesamtkosten kann Lutzenberger nur schätzen, er geht von 350 000 Euro aus, in der Sitzung sprachen Gemeinderäte aber auch von 370 000 Euro.

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Wiederholt nachgefragt wurde von einigen Gemeinderäten, welche Eigenleistung die Kaltenberger Wehr einbringen wolle. Lutzenberger erläuterte, dass die Feuerwehr-Verantwortlichen die Zahlen noch nicht gesehen hätten und er von Eigenleistung bei den Rohbauarbeiten abraten würde. Selbstanpacken können die Feuerwehren nach Ansicht von Lutzenberger beispielsweise bei der Isolierung. Der Planer erklärte, dass das Landratsamt bei derartigen Bauten von einer Baukostensumme von 265 Euro pro Kubikmeter umbauten Raum ausgehe, "wir sind jetzt bei 207 Euro pro Kubikmeter."

Am Dachraum, der nur über der Halle so hoch sein muss, ließe sich etwas einsparen, Lutzenberger hält die Einsparungen jedoch für "unwesentlich". Außerdem sei es nie schlecht, wenn eine Gemeinde noch Raum in Reserve habe. Die Kritik von Roman Hoiß (CSU) hinsichtlich der Werkstatt ließ der Planer nicht gelten. Diese gehöre zum Raumprogramm, erläuterte Lutzenberger, dass auch bestimmten Vorgaben zu genügen ist, um Fördergelder zu erhalten. Hoiß fühlt sich aber angesichts der Gesamtkosten "überfahren" und sieht in dem Gebäude eine "Deluxe-Ausführung" für den kleinen Ortsteil mit 600 Einwohnern.

Für Bürgermeister Willi Lehmann (CSU) ist es dagegen notwendig, dass die Feuerwehr-Einsatzleitung bei den Kaltenberger Ritterspielen adäquate Räumlichkeiten aufzuweisen hat. "Das Kaltenberger Ritterturnier ist die drittgrößte Veranstaltung in Bayern nach dem Oktoberfest und dem Gäubodenfest", so Lehmann.

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