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Landsberg

21.03.2018

Der Ruethenfestverein baut eine eigene Halle

Hier auf dem Acker westlich des Fachmarktzentrums soll eine Halle für den Ruethenfestverein entstehen. Der Vorsitzende Tobias Wohlfahrt zeigt die Stelle.
Bild: Stephanie Millonig

Für das übernächste Ruethenfest in Landsberg soll ein neues Gebäude neben dem Fachmarktzentrum entstehen. Baubeginn ist 2020.

Der Ruethenfestverein will neben dem Fachmarktzentrum im Landsberger Osten eine Halle bauen, in der die Festwagen sowie Kostüme und auch Stallungen für Pferde untergebracht werden. Die Kostenschätzung für das Bauwerk liegt bei 1,1 Millionen Euro. 74 Vereinsmitglieder haben in einer außerordentlichen Versammlung dazu ihre Zustimmung gegeben.

Und der Stadtrat hat, wie Oberbürgermeister Mathias Neuner und Vereinsvorsitzender Tobias Wohlfahrt berichteten, in nichtöffentlicher Sitzung signalisiert, dass das Projekt mitgetragen wird. Aus den Flächen der Heilig-Geist-Spitalstiftung soll ein Grundstück zur Verfügung gestellt werden, außerdem fördert die Stadt das Projekt auch finanziell.

Wie sieht es derzeit aus?

Wie sieht die Situation derzeit aus? Ein Teil der beim Ruethenfest in Landsberg untergebrachten Pferde waren bisher in Hallen des städtischen Bauhofes in der Epfenhauser Straße aufgestallt. Die Festwagen befinden sich in einem wegen seiner leicht gekrümmten Form „Banane“ genannten alten Gebäude im Gewerbegebiet Frauenwald. „Das ist eine alte Fahrzeughalle und mittlerweile die vierte Halle für die Wagen“, sagt Wohlfahrt. Außerdem gebe es dort keinen Strom und keinen Platz, um Arbeiten an den Gefährten auszuführen. Und der Fundus lagert in einem Gebäude des Vereins in der Saarburgstraße.

Wohlfahrt sagte, dass die Information, 2019 könnten wegen der Umstrukturierung des Bauhofes dort keine Pferde mehr untergebracht werden (LT berichtete) „kurzzeitig für Schnappatmung bei mir sorgte“. Der Vereinsvorsitzende recherchierte, ob eine Zeltlösung sinnvoll wäre: Ein Zelt zu kaufen, liege von den Kosten her im mittleren fünfstelligen Bereich und es müsse außerdem immer wieder an einem neuen Ort aufgebaut werden. „Das bedeutet auch jedes Mal eine neue Logistik.“

Stadt sagt Unterstützung zu

So entstand die Idee, eine eigene Halle zu planen, und die Stadt sagte Unterstützung zu: „Das Ruethenfest ist uns wichtig“, so Neuner. Darüber hinaus kommen die Pläne des Vereins, sein ganzes Equipment und die Stallungen für die Gastpferde in einem neuen Gebäude zusammenzufassen, der Stadt entgegen. Denn wenn der Verein seinen Anteil des Gebäudes in der Saarburgstraße an die Stadt verkauft, kann dort in der bisherigen Halle eine Aula für die benachbarte Grundschule in der Katharinenvorstadt geschaffen werden. „Die Schule hat Erweiterungsbedarf“, erläuterte der Oberbürgermeister.

Ein passendes Gelände für eine neue Halle wurde gefunden: westlich des Fachmarktzentrums. Das 1,2 Hektar große Grundstück gehört der Heilig-Geist-Spitalstiftung. Es soll in Erbpacht an den Verein gehen. Eine derartige Pacht errechnet sich aus dem Wert des Grundstücks, wie Wohlfahrt sagte, ein Verkehrswertgutachten sei in Auftrag gegeben. Für den Hallenbau wird eine Fläche von 5000 Quadratmetern beansprucht. Die Kosten der Halle werden auf 1,1 Millionen Euro geschätzt. Seitens der Regierung von Oberbayern ist laut Wohlfahrt mündlich ein 30-prozentiger Zuschuss zugesagt, also 330000 Euro. Der Anteil, den die Stadt übernimmt, liegt bei 440000 Euro. Darin enthalten ist auch der Ankauf der Gebäudeteile in der Saarburgstraße für die Schulerweiterung. Aus Eigenmitteln liegen 110000 Euro bereit und 20 Prozent, das heißt 220000 Euro, müssten finanziert werden. Hier haben laut Wohlfahrt schon Gespräche mit der Sparkasse stattgefunden.

2019 bleibt noch alles beim Alten

Zu diesem Vortrag gab es kaum Fragen, und die Vereinsmitglieder entschieden einstimmig: Die Halle soll gebaut werden. Die Sache kann jedoch in Ruhe angegangen werden: Für das Ruethenfest 2019 können noch die Hallen im Bauhof genutzt werden. „Es ist geplant mit dem Bau der neuen Halle 2020 zu beginnen“, sagte Wohlfahrt. Das nächste Ruethenfest ist 2023. Die Stadt muss auch noch einen Bebauungsplan aufstellen. Wohlfahrt wies darauf in, dass nur die Nutzung durch den Verein für das Grundstück festgeschrieben werden soll. In der Sitzung wurde auch über Personalien entschieden: Heike Neumeyer bleibt Geschäftsführerin, das Amt des Zweiten Vorsitzenden übernimmt Karl Hecht. Für den Verkauf der Festzeichen und Absperrungen ist künftig Michael Siller zuständig.

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