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30.10.2009

Der Übergangsbereich treibt Kosten hoch

Windach Die Kosten für die geplante Erweiterung des Kindergartens Sankt Martin in Windach sind zu hoch, befanden einige Gemeinderäte in den vergangenen Sitzungen. Der Architekt Dr. Klaus Pilz stellte deshalb in der jüngsten Sitzung den aktuellen Planungsstand sowie Einsparungsmöglichkeiten vor. Wobei Letztere nur bedingt zum Tragen kommen können, wie Pilz deutlich machte.

"Die Planung entspricht dem Standard der vorhandenen Gruppen", sagte der Architekt. Vorgesehen sind derzeit ein Gruppenraum mit knapp über 50 Quadratmetern, außerdem Intensiv- und Materialraum, eine Kinderküche und ein Personalraum.

Letzterer gehöre ab der dritten Gruppe zum Pflichtprogramm. Im Gruppenraum ist eine Galerie mit offenem und abgetrenntem Bereich vorgesehen. Galerien hätten sich bewährt und werden gut angenommen, so Dr. Pilz, unter anderem auch im Nachbarkindergarten Maria am Wege.

Planer sieht nur ein geringes Einsparungspotenzial

Der Übergangsbereich treibt Kosten hoch

Was Schwierigkeiten mache und deshalb auch entsprechend Kosten verursache, sei der Bereich, in dem die Erweiterung an den Bestand angebunden werde. Am bestehenden Bau sei außerdem das Dach teilweise undicht.

Der Erweiterungsbau hat eine Nutzfläche von rund 200 Quadratmetern. Die nach dem Baukostenindex 2009 errechneten Kosten von über 500 000 Euro beziehen sich laut Dr. Pilz auf Neubauten und sind, wie der Architekt mehrfach betonte, nur grobe Schätzungen.

Das geplante Gründach könnte in ein Standarddach abgeändert werden, das brächte eine Kostenverringerung von 5550 Euro. Für die Galerie mit Nebenraum sind 24 000 Euro veranschlagt. Viel mehr Einsparungsmöglichkeiten sieht Pilz nicht, "irgendwann geht in puncto Raumsparen nichts mehr".

Kritik von Reinhard Schreiber

In der anschließenden Diskussion übte vor allem Reinhard Schreiber Kritik an dem Plan: Ihm ist das Raumprogramm viel zu umfangreich, der Standard zu hoch angesetzt. Galerie und Küche seien unnötig, der Personalraum mit rund 17 Quadratmetern zu groß, erklärte Schreiber.

Auch würden Küchen nach Aussage von Edeltraud Huschka-Spachtholz nicht mehr gefördert. Für einen eingruppigen Kindergarten seien 100 Quadratmeter völlig ausreichend, "wir sollten nicht darüber hinaus bauen".

Die augenblicklichen Förderpraktiken wird Dr. Pilz noch einmal hinterfragen.

Im Übrigen seien als Bodenbelag ganz normale Linoleumböden vorgesehen, es werde also schon kalkuliert. Dass die Außenanlagen in Eigenregie wieder hergestellt werden können, steht für den Planer außer Frage, nur müsse der Posten für die Beantragung von Fördermitteln auf der Kostenaufstellung erst mal erscheinen.

Als Krippe kann der Anbau später nicht fungieren

Keine Chance sieht der Architekt in dem Vorschlag von Inda Rind, für den Erweiterungsbau auch eine spätere Krippenbelegung ins Auge zu fassen.

"Von der Förderung her wäre die Krippe interessant", erklärte auch Bürgermeister Walter Graf, ein Mischbau gehe aber nicht, da bei Krippen der Raumbedarf ein ganz anderer sei. Bei einer Gegenstimme erhielt Dr. Klaus Pilz den Auftrag, die Planung auszuarbeiten.

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