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Reichling

24.07.2017

Der Ultraläufer setzt auf Salben

Auch nach über 600 Kilometern kann Konrad Vogl noch lächeln.
Bild: Graf

Der Extremsportler Konrad Vogl hat den schwersten Abschnitt beim Deutschlandlauf gut überstanden. Mittlerweile hat er schon drei Paar Schuhe verschlissen.

Fast die Hälfte des Deutschlandlaufs hatte Konrad Vogl am Sonntag hinter sich gebracht – und damit auch den schwierigsten Abschnitt. „Ab jetzt werden die Etappen wieder etwas kürzer“, sagte der Reichlinger am Telefon, kurz nachdem er das Ziel in Solingen erreicht hatte. An acht Tagen hatte Vogl 635 Kilometer zurückgelegt - zumindest nach der Streckenplanung, doch in Wirklichkeit waren es noch einige mehr.

Und das nicht, weil er vom Weg abgekommen wäre, vielmehr hat sich die Route geändert. „Am Samstag waren 91 Kilometer vorgesehen, doch in Wirklichkeit waren es 96.“ Und auch am Sonntag waren aus den geplanten 83 Kilometern 86 geworden. Klingt nicht viel, doch wenn man bereits eine so lange Strecke hinter sich hat, zählt jeder Meter. Doch nicht nur die Streckenlänge ist es, auch das Wetter setzt dem Ultraläufer zu.

Zuerst war es die Hitze am Samstag, dann erwartete die Läufer am Sonntagmorgen beim Start ein Platzregen, bei „dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür jagt“, wie Vogl sagt. Das größte Problem dabei: längere Zeit mit nassen Schuhen zu laufen. Zwar habe der Regen wieder aufgehört und alles wurde trocken, aber „15 Kilometer vor dem Ziel regnete es wieder und alles wurde nass“.

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Druckstellen und Blasen gefährden das Projekt

Gefährlich deshalb, da mit nassen Socken und Schuhen leicht Druckstellen an den Füßen entstehen können, die sich dann im schlimmsten Fall auch entzünden können. Ohne Wehwehchen sei keiner der Läufer mehr, sagt Vogl, aber „daran darf man gar nicht denken, das darf man gar nicht im Kopf ankommen lassen“. Und so wird nicht weiter darüber gesprochen: Die Füße werden dick eingesalbt, ehe es ins Bett geht und gut.

Drei Paar Laufschuhe hat der Extremläufer bereits verschlissen, doch für Nachschub sei gesorgt. Und an Motivation, auch die zweite Hälfte dieses Laufes zu überstehen, mangelt es ihm auch nicht. „Ich will einfach auf die Zugspitze“, und daran denkt er, wenn die Beine schwer werden.

Mit vergangenem Sonntag allerdings hat er eine ganz große Hürde genommen. Denn ab jetzt wird das Gelände zwar hügeliger, aber die Etappen sind kürzer. Am Montag waren es 60 und am Dienstag sogar „nur“ 58 Kilometer: Angesichts des bisherigen Pensums wirkt das wirklich fast wie eine Regenerationsphase – jedenfalls für einen Ultraläufer. Und wenn Konrad Vogl am Dienstag ins Ziel kommt, hat er zehn der insgesamt 19 Etappen geschafft: Die Zugspitze ist ein gehöriges Stück näher gekommen.

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