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Utting

05.07.2020

Der Uttinger Bürgertreff 17&Wir zieht ein paar Häuser weiter

Der Uttinger Bürgertreff 17&Wir (unser Foto) zieht um. Er wird in der Bahnhofstraße bleiben und ein paar Häuser weiter in das Gebäude der VR-Bank umziehen. Die Bank will Ende des Jahres den Neubau in der Schondorfer Straße beziehen.
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Der Uttinger Bürgertreff 17&Wir (unser Foto) zieht um. Er wird in der Bahnhofstraße bleiben und ein paar Häuser weiter in das Gebäude der VR-Bank umziehen. Die Bank will Ende des Jahres den Neubau in der Schondorfer Straße beziehen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Der Uttinger Bürgertreff bekommt neue Räume. Das hat auch Auswirkungen auf die Frage, wo in Utting in der Zukunft die Gemeindeverwaltung angesiedelt sein wird.

Der Uttinger Bürgertreff 17&Wir hat bald ein neues Zuhause: Er wird in der Bahnhofstraße bleiben und nur ein paar Häuser weiter in das VR-Bank-Gebäude umziehen, wenn die Bank das Gebäude voraussichtlich Ende des Jahres räumt und in den Neubau an der Schondorfer Straße zieht. Damit ist die Option, das Gebäude als Rathaus zu nutzen, vom Tisch. Seit Langem ist bekannt, dass das Rathaus aus allen Nähten platzt und baulich auch nicht auf dem neuesten Stand ist.

Das VR-Bank-Gebäude hatte die Gemeinde auch deswegen erworben, um eine Option für einen Umzug des Rathauses dorthin zu schaffen. Die Immobilie zu einem Rathaus umzubauen würde rund eine Million Euro kosten. Ebenfalls überlegt worden war, das bestehende Rathaus durch einen Anbau zu erweitern (zwei Millionen Euro Kosten) oder einen Neubau zu errichten (drei Millionen Euro Kosten). Wie in der Gemeinderatssitzung anklang, sind diese Zahlen jedoch einige Jahre alt, es dürfte also bei allen Varianten mit höheren Kosten zu rechnen sein.

Die Rathaus-Frage ist offen

Wie es mit dem Rathaus weitergeht, ist derzeit noch unklar. Die neue Unterbringung des Bürgertreffs wirkt sich auch auf den Kindergarten „Haus für Kinder“ aus. Wie berichtet, soll dieser saniert und erweitert werden. Derzeit finden dort nicht alle Kinder Platz. So wurde im vergangenen Jahr provisorisch eine Kinderkrippe im Obergeschoss des Bankgebäudes eingerichtet. Wie nun bekannt wurde, kann die Krippe länger als über die bislang angedachten drei Jahren in diesen Räumen bleiben.

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Während sich oben die jüngsten Uttinger tummeln, werden unten viele Senioren einen neuen Treffpunkt finden. Rund 100 000 Euro wird der Umbau des Bankgebäudes zum Bürgertreff kosten, so die aktuelle Schätzung. So müssen Toiletten und eine Küche geschaffen werden. Der Vorraum soll öffentlich zugänglich sein. Dort können sich künftig Touristen mit Broschüren über Angebote in der Region eindecken. Wie Kämmerer Florian Zarbo mitteilte, kann der Umbau bei einer Nutzung durch den Verein eine bis zu 60-prozentige Förderung erhalten. Jedoch bestehe dann eine Nutzungsbindung von 25 Jahren.

Warum das Schmucker-Gelände nicht ideal ist

Ursprünglich war geplant worden, den Bürgertreff im Wohnungsbau auf dem ehemaligen Schmucker-Gelände unterzubringen. Der Gemeinderat sprach sich jedoch mit zwei Gegenstimmen dagegen aus. Vorgesehen waren Räume im Erdgeschoss auf der Westseite des mit „Haus A“ bezeichneten Gebäudes an der Schondorfer Straße: ein großer, abteilbarer Gemeinschaftsraum mit 100 Quadratmetern sowie Küche und Büro.

Gescheitert ist das Projekt unter anderem durch die notwendigen rollstuhlgerechten Toiletten. Für diese war im Erdgeschoss kein Platz, und so hätten sie in den Keller verlagert werden müssen. Das hätte nach sich gezogen, dass der Keller erweitert und ein Aufzug dorthin führen muss. Auf 120000 Euro wurden die dadurch entstehenden Mehrkosten veranschlagt. Ein Drittel davon würde der Freistaat Bayern übernehmen.

Wie der Verein Füreinander die Entscheidung bewertet

Sowohl Renate Standfest (GAL) als auch Helmut Schiller (SPD) plädierten dafür, die Räume dennoch als Sozialräume zu belassen. „Wir brauchen die Sozialräume zwingend für so ein großes Quartier“, sagte Renate Standfest in der Sitzung des Gemeinderats. Sie will die Räume auch durch Vereine oder für Ausstellungen genutzt sehen und plädierte dafür, die Flächen nicht mit Wohnungen zu überplanen. Der Verwaltungsrat des für den Schmucker-Bau zuständigen Kommunalunternehmens soll nun eine Alternativnutzung der Flächen erarbeiten und die Planungen ohne die Kellererweiterung vorantreiben, so der einstimmige Beschluss.

Hans Starke leitet den Verein "Füreinander", der den Bürgertreff "17 & Wir" in Utting etabliert hat.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Hans Starke vom Verein Füreinander ist mit den neuen Räumen im VR-Bank-Gebäude zufrieden und kann die Entscheidung des Gemeinderats gegen eine Ansiedlung im Schmucker-Bau nachvollziehen. Er verwies im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt darauf, dass auch an Demenz erkrankte Personen die Angebote des Vereins nutzen. Diese könne man nicht ohne Begleitung mit einem Aufzug in den Keller zu den Toiletten fahren lassen, zumal nicht in einem Gebäude, das auch von anderen Mietern genutzt wird.

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